Angst vor Tierseuche: Jetzt wird Dresden eingezäunt

Dresden - Aufgrund der Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest will Dresden ab Montag im Norden der Stadt einen knapp fünf Kilometer langen Schutzzaun errichten lassen.

Wie hier an der Grenze zwischen Polen und Deutschland soll auch im Norden Dresdens ein Wildzaun errichtet werden.
Wie hier an der Grenze zwischen Polen und Deutschland soll auch im Norden Dresdens ein Wildzaun errichtet werden.  © Stefan Sauer/dpa

Betroffen sei der Abschnitt an der Bundesstraße 6 zwischen Dresden-Bühlau, Weißig und Rossendorf, teilte die Stadt am Donnerstag mit. Die Bauarbeiten würden voraussichtlich einen Monat dauern.

Die Stadtverwaltung habe alle von der Schutzmaßnahme betroffenen Grundstückeigentümerinnen und -eigentümer informiert. Damit Anlieger und Passanten den Schutzzaun passieren können, sollen abschnittsweise Tore eingebaut werden.

Um den Schutz gegen die Tierseuche sicherzustellen, müssten die Tore nach dem Passieren unbedingt wieder geschlossen werden, hieß es. Die Arbeiten führt der Baukonzern Strabag im Auftrag des Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamtes der Landeshauptstadt Dresden durch.

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Die Schweinepest ist eine Virusinfektion, die ausschließlich Wildschweine und Hausschweine betrifft. Sie verläuft fast immer tödlich und ist unheilbar. Für den Menschen ist die Seuche nicht ansteckend.

Bislang gibt es keine Impfung für Schweine als vorbeugenden Schutz. Die Erkrankung kann direkt von Tier zu Tier oder indirekt über kontaminierte Gegenstände wie Kleidung, Schuhe, Fahrzeuge oder Futter übertragen werden.

Für Schweine gibt es bislang noch keinen Schutz gegen die Afrikanische Schweinepest.
Für Schweine gibt es bislang noch keinen Schutz gegen die Afrikanische Schweinepest.  © Oliver Berg/dpa

Im September 2020 wurde in Brandenburg ein erster Fall der Seuche bei einem Wildschwein in Deutschland bestätigt. Seither gab es Nachweise in Brandenburg, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern.

In Sachsen sind zum Stichtag 28. März 2093 Fälle nachgewiesen.

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

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