Auf Wunsch der Taiwanesen: Bürgermeister setzt auf Mandarin-Kurse
Dresden - Spricht ganz Dresden bald Mandarin? Bevor der taiwanesische Chip-Riese TSMC hier Ende 2027 die Produktion startet, erörtert OB-Vize Jan Donhauser (56, CDU) schon mal die Nachfrage nach Mandarin-Kursen. Dafür empfing er eine ganze Delegation aus Taiwan im Rathaus.
Gegenüber TAG24 erläuterte der Bürgermeister den bislang vagen Plan.
Demnach sind die Kurse nicht primär für Dresdner, sondern für taiwanesische Zugezogene gedacht.
"Familien, die im Zuge der Ansiedlung nach Dresden ziehen, kehren irgendwann wieder nach Taiwan zurück. Für die Zwischenzeit soll es Sprachkurse geben, damit sie ihre Muttersprache pflegen können."
Solche Kurse seien ein Wunsch der Taiwanesen - Dresden wolle ihn gerne erfüllen und dafür Vorbereitungen treffen.
Ausweitung des Mandarin-Kurs-Angebots soll die Dresdner nichts kosten
"Erst einmal erörtern wir die erwartete Nachfrage", sagt der Bürgermeister, der sich langfristig auch etwas erhofft.
"Ich bin der Meinung, dass sich TSMC stärker am Gemeinwesen in Dresden beteiligen sollte, zum Beispiel mit einem Beitrag für die Schwimmhalle Klotzsche oder andere Sportinfrastruktur."
Dazu ist der mit deutschen Steuer-Milliarden subventionierte Chiphersteller nicht verpflichtet, der Bürgermeister hofft trotzdem.
Immerhin: Eine Ausweitung des Mandarin-Kurs-Angebots soll die Dresdner nichts kosten.
"Kurse werden durch Teilnehmergebühren finanziert", verspricht Jan Donhauser. Der Stadthaushalt werde dadurch nicht belastet.
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