Nach Neonazi-Aufmarsch: Dresdner Bündnis zieht Demo-Bilanz

Dresden - Mehr als drei Wochen ist der Neonazi-Aufmarsch in Dresden vom 14. Februar nun her, doch die Aufarbeitung dauert an.

Am Postplatz ging die Polizei mit Pfefferspray gegen einen Ausbruch von Gegendemonstranten vor.
Am Postplatz ging die Polizei mit Pfefferspray gegen einen Ausbruch von Gegendemonstranten vor.  © privat

Am Dienstag meldete sich das Protest-Bündnis "Dresden Wi(e)dersetzen" mit Vorwürfen gegen Polizei und Versammlungsbehörde zu Wort.

Unter anderem wegen Nötigung und Körperverletzung haben Demonstranten Anzeige gegen die Polizei erstattet.

Hintergrund war die Räumung einer Versammlung in der Freiberger Straße. Diese sei trotz Genehmigung plötzlich geräumt worden. Im Auswertungsgespräch habe die Polizei zugegeben, dass dies "aus Versehen" passiert sei.

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Nicht der einzige Vorwurf an die Ordnungshüter: "Während die Polizei vereinzelte Beamte betrauert, die sich zum Teil auch gegenseitig gepfeffert haben, haben wir Hunderte verletzte Demonstrierende zu verzeichnen", so Bündnissprecherin Rita Kunert (63).

"Es war kein Einzelfall, dass hoch ausgerüstete Beamte, die zudem hinter Gittern abgesichert waren, in die Menge prügelten und jede Menge Pfefferspray einsetzten."

Anne Herpertz (28), Matthias Lüth (30) und Rita Kunert (63) kritisieren den Großeinsatz.
Anne Herpertz (28), Matthias Lüth (30) und Rita Kunert (63) kritisieren den Großeinsatz.  © Thomas Türpe
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Dresdner Bündnis kritisiert Großeinsatz der Polizei

Bündnissprecher Matthias Lüth (30) wiederum kritisiert die komplette Abriegelung der Innenstadt an dem Tag: "Die komplette Bewegungsfreiheit der 5000 direkt Anwohnenden war ausgehebelt", sagt er.

"So wurde ein älterer Herr stundenlang nicht zur Apotheke gelassen, woanders durfte eine Familie mit Kinderwagen selbst Stunden vor dem rechtsextremen Aufzug nicht zum Wocheneinkauf."

Titelfoto: Thomas Türpe

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