Aufatmen im Lingnerschloss-Streit: Stadt und Insolvenzverwalter erzielen Einigung!

Dresden - Aufatmen für alle Freunde des Lingnerschlosses! Der Weiterbetrieb und Zugang zum Schloss wurde jetzt langfristig gesichert, weil sich Stadt und Insolvenzverwalter in dieser Sache einigen konnten. Der grundsätzliche juristische Streit läuft im Hintergrund jedoch weiter.

Zukunft gesichert: Der Betrieb im Lingnerschloss geht weiter.
Zukunft gesichert: Der Betrieb im Lingnerschloss geht weiter.  © IMAGO/Max Gaertner

Die Stadt hatte den Insolvenzverwalter Lucas Flöther (49) im August verklagt, fordert die Herausgabe des Schlosses nach dem sogenannten Heimfall.

Die Gegenseite, die nach der Insolvenz des Fördervereins (hatte das Schloss seit 2003 über Erbbaurechtsvertrag betrieben) eingeschaltet wurde und nun allein zuständig ist, verlangt für die Rückgabe an die Stadt eine finanzielle Entschädigung, um die Gläubiger zu bedienen.

Mit der nun erzielten Einigung wird der Weiterbetrieb gesichert. Denn trotz Insolvenz laufen Veranstaltungen wie Vortragsreihen und Kinderkino weiter.

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Auch Säle können für Tagungen gemietet werden, das Restaurant "Lingnerterrassen" bleibt geöffnet.

Insolvenzverwalter Lucas Flöther (49) hat sich mit der Stadt Dresden geeinigt.
Insolvenzverwalter Lucas Flöther (49) hat sich mit der Stadt Dresden geeinigt.  © Sebastian Willnow/dpa
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Stadtentwicklungsgesellschaft übernimmt dringend notwendige Heizungsreparatur

OB Dirk Hilbert (52, FDP) unterzeichnete den Vertrag mit STESAD und Insolvenzverwalter.
OB Dirk Hilbert (52, FDP) unterzeichnete den Vertrag mit STESAD und Insolvenzverwalter.  © Imago/xcitepress

"Durch die Vereinbarung mit der Stadt ist es gelungen, das Lingnerschloss dauerhaft den Dresdner Bürgern zugänglich zu erhalten – genau so, wie es der Namensgeber in seinem Vermächtnis zu Gunsten der Landeshauptstadt verfügt hatte", betonte Flöther nach der Vertragsunterzeichnung mit OB Dirk Hilbert (52, FDP).

"Zugleich wurde damit die Schließung des Schlosses in letzter Sekunde abgewendet."

Denn die Heizungsanlage im Schloss ist kaputt und muss vor dem Winter dringend repariert werden. Das übernimmt jetzt die Stadtentwicklungsgesellschaft STESAD, ohne die Insolvenzmasse beziehungsweise den Förderverein zu belasten.

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Auch für Kosten und Leistungen seit 1. August kommt die STESAD auf, hatte in den letzten Monaten bereits einen Hausmeister zur Unterstützung gestellt.

Im Schloss ist die Heizung defekt, die dringend vor dem Winter repariert werden muss.
Im Schloss ist die Heizung defekt, die dringend vor dem Winter repariert werden muss.  © imago images/Joko
Auch die Dachterrasse mit dem schönen Blick über die Stadt bleibt für Besucher zugänglich.
Auch die Dachterrasse mit dem schönen Blick über die Stadt bleibt für Besucher zugänglich.  © Petra Hornig

Bürgermeister Stephan Kühn erfreut über Einigung

Die Bewirtschaftung des Schlosses werde zunächst bis Ende Juli 2026 übernommen, teilte das Rathaus mit.

"Das Lingnerschloss ist nicht nur ein wichtiges kulturelles Erbstück Dresdens, es ist über die dort stattfindenden kulturellen Veranstaltungen oder Feiern sowie als Ausflugsziel auch für viele Dresdner ein wichtiger Ort", sagte Baubürgermeister Stephan Kühn (44, Grüne) erfreut.

Titelfoto: Montage: IMAGO/Max Gaertner, IMAGO/xcitepress

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