Blick auf Panzerkette versperrt: Werbe-Ärger am Rande des REWE-Laufs

Dresden - Wie dreist kann Werbung sein? Ausgerechnet am 17. Juni versperrten die Veranstalter des REWE-Laufs den Blick auf die Panzerkette am Postplatz.

Sauer über das versteckte Mahnmal: Uwe Renne (57) aus Niedersedlitz.  © Steffen Füssel

Sie erinnert an den Volksaufstand vom 17. Juni 1953. Menschen demonstrierten für Freiheit, ihr Protest wurde brutal niedergeschlagen. Vergessenes Schicksal!

"Wer dafür verantwortlich ist, sollte sanktioniert werden. Das ist eindeutig Vorsatz", bricht es beim Anblick des zugestellten Mahnmals aus Uwe Renne (57) heraus. Seit Jahren legt er dort Blumen nieder, wo sich der Aufstand abgespielt hatte. "Das war ein Aufschrei für Freiheit, der nicht vergessen werden darf!"

Auch CDU und AfD übten scharfe Kritik am Standort der Werbewand. Stadtrat Mario Schmidt (51, CDU): "Dass an einem Gedenktag das entsprechende Denkmal durch temporäre Bauten verdeckt wird, zeigt, welchen Stellenwert die Erinnerungskultur in unserer Stadtverwaltung wirklich hat."

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Die Veranstalter platzierten ihren Aufsteller direkt vor der Panzerkette. Ausgerechnet am 17. Juni.  © Steffen Füssel

Auf TAG24-Anfrage teilt die Stadt mit: Die Wand wurde "offenbar abweichend vom beantragten und genehmigten Standort" aufgestellt. Nur warum? Darauf gab Veranstalter "Laufszene Events" zunächst keine Antwort.

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