Bomben-Entschärfung! Selbst Pflegeheime mussten geräumt werden

Dresden - Die Weltkriegsbombe, die am Mittwoch in Dresden entschärft werden musste, verschonte im Sperrbezirk natürlich niemanden. Im Pflegeheim "Pro Seniore" in der Dürerstraße hatte man sich daher seit zwei Wochen auf die Evakuierung vorbereitet.

Die Senioren aus dem "Pro Seniore" in der Dürerstraße mit ihren Pflegekräften auf dem Weg in ein Pflegeheim in der Neustadt.  © Steffen Füssel

Die insgesamt 194 Bewohner wurden dabei in drei Gruppen unterteilt, berichtet David Spitzer (39): "Wir haben hier alles unter Kontrolle und es kann gleich losgehen", so der Pflegedienstleiter.

Die erste Gruppe setzte sich dann gegen 6 Uhr in Bewegung. Es waren allesamt Bewohner, die von Pflegern in eine der drei weiteren "Pro Seniore"-Einrichtungen auf Neustädter Seite gefahren wurden.

Auch im Pflegeheim "Am Elbufer" versammelten sich die Senioren am frühen Morgen im Foyer, wo Leiterin Maria Trompler (41) bereits mit einem Fahrplan in der Hand wartete: "Wir haben zurzeit 95 Bewohner. Die meisten kommen in Pflegeheimen in Radebeul und Pulsnitz unter, die uns sehr unter die Arme gegriffen haben. Der Rest der Bewohner fährt zur Messe."

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Strahlte seit den frühen Morgenstunden Sicherheit und Optimismus aus: Pflegedienstleiter im "Pro Seniore" David Spitzer (39).  © Steffen Füssel
Im Pflegeheim "Am Elbufer" blieb der Senior Bernhard Fleischer (88) tiefenentspannt.  © Steffen Füssel
Leiterin Maria Trompler (41) wahrte während der Evakuierung den Überblick.  © Steffen Füssel

Einer von ihnen ist Bernhard Fleischer (88): "Ich habe gestern Abend noch gepackt, bin tiefenentspannt. Das Team hat uns bisher sehr gut informiert."

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