In Deutschland wird immer weniger gesoffen! Wie geht es der Brauerei in Radeberg?

Radeberg - In Deutschland lässt der Alkoholkonsum seit Jahren deutlich nach. 2025 brachte den stärksten Verkaufsrückgang seit 1993. Auch bei der Radeberger Brauerei spürt man die Veränderung am Markt - blickt trotz allem aber "zuversichtlich" in die Zukunft.

Die Exportbierbrauerei in Radeberg. (Archivbild)
Die Exportbierbrauerei in Radeberg. (Archivbild)  © Eric Münch

Im vergangenen Jahr wurden hierzulande mit 7,8 Milliarden Liter erstmals unter 8 Milliarden Liter Bier verkauft, wie Zahlen des Statistischen Bundesamts belegen. Eine Absatzentwicklung von rund -6,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr!

Wie Hendrik Wagner von Radeberger Pilsner gegenüber TAG24 erklärte, belegen die Zahlen eine deutlich spürbare Nachfrageveränderung, eine weiterhin andauernde Konsumzurückhaltung sowie neue Ausgabe-Prioritäten.

"Die Brauereien bekommen ähnlich wie Handel und Gaststätten die massive Konsumzurückhaltung der Verbraucher zu spüren", sagte dazu vor einigen Wochen auch Holger Eichele, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Brauer-Bunds (DBB), im ZDF. Doch auch andere Gründe wie ein allgemein gesünderer Lebensstil sowie die Alterung der Gesellschaft spielen eine große Rolle.

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Auch bei der Radeberger Pilsner bzw. der Radeberger Exportbierbrauerei sind die aktuellen Entwicklungen spürbar. Dennoch könne die Marke sich im Vergleich zum allgemeinen deutschlandweiten Absatztrend "etwas besser behaupten", so Wagner.

Radeberger Pilsner und Radeberger Alkoholfrei behaupten sich in "schwierigem Marktumfeld"

Die verkaufte Bier-Menge ging 2025 in Deutschland um den Rekordwert von 6,0 Prozent auf rund 7,8 Milliarden Liter zurück. (Symbolfoto)
Die verkaufte Bier-Menge ging 2025 in Deutschland um den Rekordwert von 6,0 Prozent auf rund 7,8 Milliarden Liter zurück. (Symbolfoto)  © dpa | Christian Charisius

Das erst 2022 eingeführte Radeberger Alkoholfrei trage seinen Teil dazu bei. Zwar hat der Wettbewerb bei mehr als 600 alkoholfreien Bieren in Deutschland in den vergangenen Jahren extrem zugenommen, doch das Alkoholfrei aus Radeberg liege zumindest im Osten Deutschlands bereits auf Platz 3 im Ranking der alkoholfreien Biere - "Tendenz weiter steigend".

Die klassische Version mit Alkohol zähle gar zu den Top Ten der Pilsmarken in ganz Deutschland.

Wagner betonte abschließend: "Insgesamt sind wir als Radeberger Exportbierbrauerei zuversichtlich, dass wir uns sowohl mit Radeberger Alkoholfrei als auch mit Radeberger Pilsner [...] in diesem schwierigen Marktumfeld auch weiter im Sinne unserer zahlreichen Genießerinnen und Genießer behaupten können."

Titelfoto: Montage: dpa | Christian Charisius, Eric Münch

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