Coronavirus in Dresden: Inzidenz sinkt weiter

Die Corona-Krise in Dresden: Die Stadt selbst meldete seit Beginn der Pandemie 30.596 mit dem Virus infizierte Menschen, aktuell liegt die Zahl der aktiven Infektionen bei 127. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 5,7 (Stand: 18. Juni, 12 Uhr; Vortag: 6,8). Der Wert des RKI liegt bei 4,5 (Stand: 18. Juni, 3.12 Uhr; Vortag: 6,6).

Weil die Fallzahlen sinken und das schöne Wetter wieder lockt, tummeln sich auch mehr Menschen am Dresdner Elbufer.
Weil die Fallzahlen sinken und das schöne Wetter wieder lockt, tummeln sich auch mehr Menschen am Dresdner Elbufer.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Aufgrund der gesunkenen Inzidenz ist am 19. Mai in Dresden die Corona-Notbremse außer Kraft getreten.

Statt des Infektionsschutzgesetzes ist nun wieder die sächsische Corona-Schutzverordnung in Kraft.

Damit können sich die Menschen in der Landeshauptstadt endlich über Lockerungen freuen. Das heißt jedoch nicht, dass alle Corona-Regeln aufgehoben werden.

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Dresden Mordkomplott von Großenhain: Dieser Vater kämpft um seine kleinen Zwillinge

Wir halten Euch hier im Ticker zur aktuellen Lage in Dresden und Sachsen auf dem Laufenden.

+++ Ältere Corona-Updates aus Dresden und Sachsen findet Ihr im TAG24-Coronavirus-Newsarchiv +++

Alle weiteren Infos aus Deutschland und der Welt gibt's in unserem Corona-Liveticker.

Update, 18. Juni, 18.42: Köpping schlägt Alarm - fast 7000 Impftermine nicht wahrgenommen!

Angesichts Tausender nicht wahrgenommener Impftermine hat Sachsen Gesundheitsministerin Petra Köpping an die Impfbereitschaft der Sachsen appelliert.

"Das hochsommerliche Wetter und die gesunkenen Infektionszahlen dürfen uns nicht täuschen oder gar zu Leichtsinn verleiten", erklärte die SPD-Politikerin.

Von mehr als 60 000 geplanten Zweitimpfungen sollen nur gut 53 000 durchgeführt worden sein. Fast 7000 Termine fielen demnach aus. In rund 3300 Fällen waren die Personen nicht zu ihrem Impftermin erschienen.

Daher habe nicht die Möglichkeit bestanden, die Termine an andere Impfwillige zu vergeben. Die anderen Termine wurden über das System storniert.

Köpping mahnte an, den Termin im Impfzentrum rechtzeitig zu stornieren. Zudem wies sie angesichts der sich ausbreitenden Delta-Variante darauf hin, dass nur doppelter Impfschutz helfe.

"Wer denkt, er kann sich seine zweite Impfung im Herbst holen, wenn es nötig ist, der täuscht sich", sagte Köpping. Bis dahin sei man vor allem gegen eine Infektion mit der zuerst in Indien nachgewiesenen Delta-Variante relativ ungeschützt.

Bereits jetzt warnen Fachleute vor einer vierten Welle im Herbst. "Deshalb appelliere ich eindringlich, sich im vorgegebenen Abstand unbedingt die zweite Impfung geben zu lassen. Wir dürfen keine Termine ausfallen lassen", meinte die Ministerin.

Ministerin Petra Köpping wirbt für die Impfung.
Ministerin Petra Köpping wirbt für die Impfung.  © Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 18. Juni, 12.20 Uhr: Aktuelle Fallzahlen aus Dresden

Die sächsische Landeshauptstadt meldete am Freitag elf neue Infektionen mit dem Coronavirus.

Eine Person musste aufgrund des Virus ins Krankenhaus eingewiesen werden. Weitere Todesfälle gab es nicht.

Acht weitere Menschen gelten mittlerweile als genesen.

Laut RKI beträgt die Inzidenz nur noch 4,5 (Vortag: 6,6) und laut Stadt 5,7 (Vortag: 6,8).

Sachsen, Dresden: Tische und Stühle stehen im Außenbereich eines Restaurants auf dem Altmarkt vor der Frauenkirche.
Sachsen, Dresden: Tische und Stühle stehen im Außenbereich eines Restaurants auf dem Altmarkt vor der Frauenkirche.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 17. Juni, 11.30 Uhr: Corona-Inzidenz in Sachsen geht weiter zurück

Die Corona-Inzidenz in Sachsen geht auf niedrigem Niveau noch weiter zurück.

Das Robert Koch-Institut bezifferte die Sieben-Tages-Inzidenz am Freitag auf 6,1. Am Vortag hatte der Wert bei 7,1 gelegen.

Er gibt an, wie viele Ansteckungen es je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen gegeben hat.

Bundesweit lag die Inzidenz bei 10,3. Laut RKI wurden 13 neue Todesfälle gemeldet.

Damit hat die Zahl der gestorbenen Corona-Patienten in Sachsen die Schwelle von 10.000 überschritten. Das RKI registrierte seit Beginn der Pandemie 10.011 Todesfälle.

Update, 17. Juni, 7 Uhr: Dynamo: Geimpft, getestet oder genesen! Fans dürfen zum Start ins Stadion

So schnell sind vier Wochen Pause um! Die Aufsteiger sind am Donnerstag in die neue Saison gestartet. Am Uniklinikum begann Dynamo Dresden mit den sportmedizinischen Leistungstests.

Offiziell ins Training startet der Zweitligist Samstag um 15 Uhr im Rudolf-Harbig-Stadion - mit Fans!

Mehr dazu erfahrt Ihr im TAG24-Artikel Dynamo: Geimpft, getestet oder genesen! Fans dürfen zum Start ins Stadion.

Update, 17. Juni, 19.01 Uhr: Köpping über Pandemie-Bekämpfung: Hätten früher reagieren müssen

Gesundheitsministerin Petra Köpping (63, SPD) lässt einem Medienbericht zufolge das Corona-Krisenmanagement in ihrem Haus auf Fehler prüfen.

Die Todeszahlen in Sachsen seien erschreckend hoch, sagte Köpping laut der "Sächsischen Zeitung". Darum wolle sie den Gründen für die Entwicklung nachgehen.

In Sachsen sind laut Robert Koch-Institut etwa 10.000 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Deutschlandweit wird die Zahl der Todesfälle auf etwa 90.100 beziffert. Mehr dazu lest Ihr bei TAG24 unter "Erschreckende Todeszahlen: Laut Köpping hätte Sachsen 'Grenzen eher schließen müssen'".

Sachsens Gesundheitsministerin, Petra Köpping (63, SPD) lässt das Corona-Krisenmanagement prüfen.
Sachsens Gesundheitsministerin, Petra Köpping (63, SPD) lässt das Corona-Krisenmanagement prüfen.  © Robert Michael/dpa

Update, 17. Juni, 17.28 Uhr: Weitere Person positiv auf Delta-Variante getestet

In Dresden ist nach dem Ausbruch der als hoch ansteckend geltenden Delta-Variante des Coronavirus an drei Bildungseinrichtungen bislang nur eine weitere Person positiv getestet worden. Wie das Gesundheitsamt am Donnerstag mitteilte, betrifft der Fall die Kita Spatzenvilla. An der ebenfalls betroffenen Grundschule und der Oberschule fielen die Tests der Kontaktpersonen dagegen negativ aus.

An allen drei Bildungseinrichtungen war die Virusvariante nachgewiesen worden. Zurückzuführen sind die Fälle dem Gesundheitsamt zufolge auf drei Kinder einer Familie, die positiv getestet wurden und jeweils verschiedene Einrichtungen besuchten.

In Dresden wurde eine weitere Person positiv auf die hoch ansteckende Delta-Variante des Coronavirus' getestet.
In Dresden wurde eine weitere Person positiv auf die hoch ansteckende Delta-Variante des Coronavirus' getestet.  © Waltraud Grubitzsch/dpa

Update, 17. Juni, 12.55 Uhr: Mehr Arbeit für Sachsens Datenschutzbeauftragten wegen Corona

Die zunehmende Digitalisierung in der Corona-Pandemie hat im vergangenen Jahr den Beratungsaufwand beim Sächsischen Datenschutzbeauftragten deutlich erhöht.

Die Zahl der Beratungen stieg um fast 70 Prozent auf 1019 gegenüber dem Vorjahr mit 608, wie Andreas Schurig bei der Übergabe seines Tätigkeitsberichts an den Landtag am Donnerstag in Dresden bilanzierte.

Der immer häufigere Austausch personenbezogener Daten gehe oftmals mit datenschutzrechtlichen Fragen einher.

Vor allem öffentliche Stellen wandten sich mit ihren Anliegen an den Beauftragten - die Zahl der Beratungen in diesem Bereich hat sich mit 834 gegenüber 2019 mehr als verdoppelt -, aber auch zahlreiche Unternehmen und Bürger.

Der 180-seitige Bericht weist einen deutlichen Anstieg bei gemeldeten Datenschutzverletzungen aus.

Zudem gingen Hunderte Beschwerden zu datenschutzrelevanten Sachverhalten sowie Anfragen ein, etwa zur Kontaktnachverfolgung durch Gesundheitsämter, zum Datenschutz im Homeoffice, zur Datenverarbeitung bei der Lernplattform LernSax, zu Gesundheitsbestätigungen für den Schulbesuch, zu Angaben von Masken-Befreiungsattesten oder auch zur Weitergabe von Listen mit positiv Getesteten und in Quarantäne befindlichen Personen an die Polizei.

Update, 17. Juni, 12.20 Uhr: Die aktuellen Zahlen für Dresden

Die sächsische Landeshauptstadt meldete am Donnerstag keine neuen Infektionen mit dem Coronavirus.

Eine Person musste aufgrund des Virus ins Krankenhaus eingewiesen werden. Zwei weitere starben mit oder an Corona.

15 weitere Menschen gelten mittlerweile als genesen.

Laut RKI beträgt die Inzidenz nur noch 6,6 (Vortag: 6,8) und laut Stadt 6,8 (Vortag: 7,2).

Update, 17. Juni, 10 Uhr: Corona-Inzidenz in Sachsen bleibt einstellig

Die Corona-Inzidenz in Sachsen ist weiterhin im einstelligen Bereich.

Das Robert Koch-Institut (RKI) bezifferte den Wert am Donnerstag auf 7,1 Prozent. Am Mittwoch hatte die Zahl der wöchentlichen Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner bei 8 gelegen. Sachsen liegt damit unter dem Bundesdurchschnitt, den das RKI am Donnerstag mit 11,6 angab.

Sachsenweit ist die Inzidenz mit 2,2 im Vogtlandlandkreis am niedrigsten. Auch die Städte Leipzig (5,7), Chemnitz (6,5) und Dresden (6,6) liegen im einstelligen Bereich. Am höchsten ist die Inzidenz im Erzgebirgskreis - sie liegt dort bei 15,5.

Laut RKI wurden in Sachsen am Donnerstag sieben neue Todesfälle gemeldet.

Damit sind im Freistaat 9998 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben.

Sachsen, Dresden: Passanten gehen auf der Einkaufsstraße Prager Straße an den Geschäften entlang.
Sachsen, Dresden: Passanten gehen auf der Einkaufsstraße Prager Straße an den Geschäften entlang.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 16. Juni, 18.57 Uhr: Moritzburg Festival im August innen und Open Air

Das Moritzburg Festival für Kammermusik kündigt eine zweite Saison unter freiem Himmel an. Die 29. Ausgabe vom 7. bis 22. August bietet neben Konzerten auf der Schlossterrasse auch ein Sinfoniekonzert im Kulturpalast in Dresden, wie die Veranstalter am Mittwoch mitteilten.

Wegen der Corona-Krise waren die Veranstaltungen im Schloss 2020 erstmals nach außen verlegt worden und fanden den Zuspruch des Publikums. Dank Finanzierung von Bühnendach, Podien und Bestuhlung aus dem Programm "Neustart Kultur" soll die Schlossterrasse nun zum festen Spielort werden und Kammermusik auch unter freiem Himmel auf akustisch höchstem Niveau möglich machen.

Der Cellist Jan Vogler hatte das Moritzburg Festival 1993 mit seinem Bruder Kai Vogler (Geige) und Peter Bruns (Cello) gegründet und ist seit 2001 alleiniger Künstlerischer Leiter.

Der Cellist Jan Vogler.
Der Cellist Jan Vogler.  © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 16. Juni, 18.43 Uhr: Jazztage Dresden sollen positives Lebensgefühl in die Stadt bringen

Dresden swingt, groovt und feiert 2021 wieder live. Mit mehr Veranstaltungen, neuen Formaten und den besten Solokünstlern und Ensembles der Szene wollen die Jazztage Dresden (20. Oktober bis 21. November) unter dem Motto "Jazzt erst recht!" dieses positive Lebensgefühl in die Stadt holen.

Sie seien sehr glücklich, dass die Jazztage dank der Corona-Hilfen durch Bund, Land und Stadt wirtschaftlich abgesichert seien, sagte Intendant Kilian Forster am Mittwoch.

Update, 16. Juni, 17.47 Uhr: Sechs Impfzentren in Sachsen geben jetzt den digitalen Impfpass aus

Vollständig Geimpfte erhalten in sechs sächsischen Impfzentren ab sofort Zertifikate für einen digitalen Impfnachweis. Wie das Gesundheitsministerium am Mittwoch mitteilte, ist der Nachweis in Belgern, Zwickau, Riesa, Borna, Kamenz und Pirna zu haben.

Die anderen der insgesamt 13 Impfzentren sollen in dieser Woche folgen. Dafür wird in den Einrichtungen zusätzliches Personal eingesetzt. Das Angebot richtet sich aber nur an diejenigen mit einer tagesaktuellen Impfung. Digitale Nachtragungen seien nicht möglich, hieß es. Dafür müssen sich bereits Geimpfte an Apotheken wenden.

"Der digitale Impfnachweis ist eine zusätzliche und freiwillige Möglichkeit, um Impfungen zu dokumentieren", sagte Gesundheitsministerin Petra Köpping (62, SPD). Geimpfte könnten damit etwa den Zeitpunkt der Corona-Schutzimpfung sowie den jeweiligen Impfstoff auf ihrem Smartphone speichern.

Bereits seit diesem Montag können sich Geimpfte deutschlandweit in Apotheken einen digitalen Impfnachweis ausstellen lassen. Bald soll dies nach Ministeriumsangaben auch bei Ärzten möglich sein. Für den Nachweis übermitteln Apotheken oder Impfzentren die notwendigen Daten an das Robert Koch-Institut.

Mit einem Barcode lässt sich dann der Impfstatus scannen. Der sogenannte QR-Code kann aber auch auf Papier vorgezeigt werden. Auch der gelbe Impfausweis ist weiterhin gültig.

Ein Screenshot der neuen CovPass-App auf einem iPhone.
Ein Screenshot der neuen CovPass-App auf einem iPhone.  © Christoph Dernbach/dpa

Update, 16. Juni, 15.47 Uhr: Corona-Hilfen für freie Musikschulen und Tanzlehrer in Sachsen

Freie Musikschulen sowie private Musik- und Tanzlehrer können ab sofort Corona-Hilfen beantragen. Bis Ende Juli könnten Anträge über die Sächsische Aufbaubank (SAB) gestellt werden, teilte das Kulturministerium am Mittwoch mit. Rund zwei Millionen Euro stehen dafür zur Verfügung.

"Durch die Pandemie musste in den geförderten Musikschulen in Sachsen und bei zahlreichen freien und privaten Honorar-Lehrkräften sehr viel Unterricht ausfallen", sagte Kulturministerin Barbara Klepsch (55, CDU).

Dadurch seien sowohl für die Einrichtungen als auch für die Lehrkräfte hohe Einnahmeausfälle entstanden. Mit der Förderung sollten finanzielle Engpässe überbrückt und die Existenz von Anbietern musisch-kultureller Bildung gesichert werden, hieß es.

Bereits 2020 hatte das Ministerium coronabedingte Ausfälle zum Teil ausgeglichen. Mehr als 400.000 Euro wurden an 36 Musikschulen sowie rund 830.000 Euro an gut 1000 freie Anbieter von außerschulischem Musikunterricht gezahlt.

Kulturministerin Barbara Klepsch (55, CDU).
Kulturministerin Barbara Klepsch (55, CDU).  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 16. Juni, 14 Uhr: Studie: Lager der Corona-Kritiker in Sachsen stark ausgeprägt

Eine Studie des Mercator Forums Migration und Demokratie (MIDEM) der Technischen Universität Dresden bestätigt die starke Verbreitung von Impf-Skepsis, Verschwörungsdenken und Regierungskritik im Zuge der Corona-Pandemie in Sachsen.

Es gebe aber Unterschiede zwischen Regionen, sozialen Gruppen, politischer Orientierung, sagte MIDEM-Direktor Hans Vorländer bei der Vorstellung der Ergebnisse am Mittwoch in Dresden. "Das Bild, dass Sachsen ein Kernland der Querdenker sei und eine in Teilen renitente Bevölkerung habe, die einzelne Maßnahmen strikt ablehnt, ist so gezeichnet zurückzuweisen."

Die Befunde unterschieden sich nicht grundlegend von denen für Gesamtdeutschland. "Das Lager der Corona-Kritiker ist stark ausgeprägt", stellte Vorländer fest. Viele der Befragten lehnten die staatlichen Schutzmaßnahmen ab, zeigten Verständnis für Corona-Proteste und ein erheblicher Teil der Bevölkerung sei Corona-bezogenem Verschwörungsdenken sehr nah.

Titelfoto: Unsplash/Alexander Henke

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