Demo gegen Energie-Riesen: Klimaaktivisten gehen in Dresden auf die Straße

Dresden - Die Aktivisten von "Fridays for Future" wollen in Dresden gegen den tschechischen Mutterkonzern hinter der LEAG auf die Straße gehen.

Die Klimaaktivisten von "Fridays for Future" wollen am Freitag in Dresden demonstrieren. (Archivfoto)  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Für Freitag (24. April) haben die Klimaaktivisten am Schloßplatz unter dem Motto "EPH stoppen, Energiewende retten!" zur Demo aufgerufen. Anschließend will man durch die Stadt ziehen.

EPH steht dabei für den tschechischen Energiekonzern "Energetický a průmyslový holding". Dieser hatte im Jahr 2016 die Hälfte der Anteile an der "Lausitz Energie Bergbau AG" (LEAG) gekauft und diese Anteile Ende 2023 an eine weitere Tochterfirma der "EP Corporate Group" veräußert.

"Kaum jemand kennt EPH und genau das ist das Problem! Der fossile Energiekonzern aus Tschechien verdient Unmengen an Geld damit, schmutzige Kohle und dreckiges Gas in Europa weiter zu fördern, und ist verantwortlich für einen Großteil der CO2-Emissionen in ganz Europa", schrieben die Aktivisten in ihrer Mitteilung am Montagmorgen.

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In Bezug auf die Braunkohle-Tagebaue in der Oberlausitz befürchtet Fridays for Future, dass sich der tschechische Konzern infolge des beschlossenen Kohleausstiegs bis 2038 vor den Kosten für die Rekultivierung der Natur drücken könnte.

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Die LEAG, hier der Tagebau Nochten, ist seit 2016 Teil der tschechischen EP-Gruppe. (Archivfoto)  © Robert Michael/dpa

"Mit Tochterunternehmen wie der LEAG verbrennt EPH mehr Geld als Kohle, um die letzten Profite aus der Region zu saugen, das Unternehmen pleitegehen zu lassen und die verheerenden Ewigkeitskosten auf die Bevölkerung vor Ort abzuwälzen. Das lassen wir nicht durchgehen!", so die Klimaaktivisten.

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