Dresden - Tiefe Schlaglöcher, lange Risse: Wer auf Dresdens Straßen unterwegs ist, muss aktuell besonders auf Fahrbahnschäden achten. Schuld daran ist der vergangene Winter. Städtische Kräfte haben bereits mit dem Flicken begonnen.
Die vergangenen Wintermonate hinterließen mit häufigen Frost-Tau-Wechseln deutliche Spuren und sorgten im gesamten Stadtgebiet für "eine überdurchschnittlich hohe Schadensbilanz", wie ein Stadtsprecher mitteilt. "Betroffen sind vor allem Straßen mit Asphaltdecke, deren Aufbau überaltert ist und deren Fahrbahn bereits zuvor Schäden aufwies."
Städtische Arbeiter sind bereits auf den Rumpelpisten unterwegs, beseitigen Schlaglöcher. "Dafür wird vor allem Heißasphalt eingesetzt. Einzelne, prekäre Schlaglöcher werden kurzfristig mit Kaltmischgut verfüllt", erklärt der Sprecher.
Die Arbeiten erfolgen nach Dringlichkeit: Zuerst sind wichtige Hauptstraßen und ÖPNV-Routen dran. Dafür muss auch das Wetter mitspielen: Für fachgerechte Reparaturen muss es trocken und deutlich über 0 Grad bleiben.
Die Arbeiten werden noch mindestens bis Monatsende dauern. Das Rathaus bittet Autofahrer und Co., auf die Mitarbeiter zu achten, die im laufenden Verkehr werkeln.
Vier Messstellen im Asphalt geplant
Um die Straßenflickerei künftig zu verbessern, testet die Stadt im Rahmen des Modellprojekts Smart City jetzt eine Art "Gesundheitsmesser" im Asphalt: Dabei werden Sensoren in die Straße eingebaut, die Daten sammeln.
Erfasst werden etwa das Gewicht der Fahrzeuge sowie die Temperatur im Belag.
So lässt sich beobachten, wie sich Belastung, Hitze und Kälte im Jahresverlauf auswirken.
Das soll beim Erkennen helfen, welche Straßen wann und wie ertüchtigt werden müssen, um sie langfristig zu erhalten.
Die erste Messstelle wurde im Dezember vor der Stadtgrenze zu Freital in der Tharandter Straße installiert. Eine weitere entsteht gerade an der Dohnaer Straße, insgesamt sind vier Messstellen geplant.