In Striesen herrscht weiter Einbahnstraßen-Frust

Dresden - Seit September werden Autofahrer auf Dresdens erster Fahrradstraße durch gegenläufige Einbahnstraßen ausgebremst. Der Stadtrat empfahl der Verwaltung, die Regelung rückgängig zu machen. Nichts ist passiert ...

Mit der Regelung will das Rathaus den Kfz-Durchgangsverkehr reduzieren.
Mit der Regelung will das Rathaus den Kfz-Durchgangsverkehr reduzieren.  © Thomas Türpe

Dabei hatten sich etliche Anwohner über die plötzliche Einbahnstraßen-Regelung auf der Laubestraße (Striesen) beschwert, weil sie jetzt lange Umwege fahren müssen. Auf Initiative von Team Zastrow (TZ) missbilligte der Rat im November die Maßnahme und schlug vor, sie zurückzunehmen.

Trotzdem hält die Stadt bislang an den Einbahnstraßen fest. Zuerst müssten die Widersprüche bearbeitet und die "Sach- und Rechtslage" geprüft werden.

Über das weitere Vorgehen könne erst im Anschluss entschieden werden, erklärt sie in einer Antwort an CDU-Stadtrat Steffen Kaden (55).

Stadtrat Holger Zastrow (57, TZ) ärgert der Status Quo.
Stadtrat Holger Zastrow (57, TZ) ärgert der Status Quo.  © Eric Münch
Die Laubestraße in Striesen ist Dresdens erste Fahrradstraße. Der Stadtrat missbilligte die dortige Einbahnstraßen-Regelung.
Die Laubestraße in Striesen ist Dresdens erste Fahrradstraße. Der Stadtrat missbilligte die dortige Einbahnstraßen-Regelung.  © Thomas Türpe

Stadtrat Holger Zastrow (57, TZ) ist fassungslos: "Die Maßnahme wäre durch das Abschrauben der Schilder leicht auszuhebeln. Wo der Stadtrat eine Korrektur fordert, stellt sich die Verwaltung quer."

Doch letztlich sitzt sie am längeren Hebel, weil der Rat nicht über Maßnahmen wie Einbahnstraßen entscheidet.

Titelfoto: Bildmontage: Thomas Türpe, Eric Münch

Mehr zum Thema Dresden Lokal: