Dresden: Mann zündet sich vor Landtag an und stirbt, Identität weiter unklar

Dresden - Schreckliche Szenen zwischen Landtag und Maritim-Hotel in Dresden. Ein Jogger drehte Freitagmittag seine Runde, als er plötzlich eine in Flammen stehende Person sah.

Rettungskräfte vor Ort.
Rettungskräfte vor Ort.  © Eric Hofmann

Der Medizinstudent griff gegen 13.30 Uhr sofort ein und versuchte den in Lebensgefahr schwebenden Mann zu retten. Weitere Ersthelfer, die sich in der Nähe befanden, eilten ebenfalls zu Hilfe. Ein Benzinkanister soll direkt neben dem Opfer gestanden haben.

Ein Rettungshubschrauber kam samt Notarzt zum Ort des Geschehens geflogen. Der Schwerverletzte war jedoch zu instabil, um ihn in eine Spezialklinik nach Leipzig zu fliegen. Daher wird der Patient nun zunächst in Dresden behandelt.

Laut ersten Informationen soll der Mann in Lebensgefahr schweben.

Da er sich in der Nähe des Sächsischen Landtags angezündet hat, ermittelt die Polizei, ob die Tat politisch motiviert war. Weil mehrere Zeugen die schrecklichen Szenen mit ansehen mussten, rückte ein Kriseninterventionsteam an und betreute die Menschen.

Der Rettungshubschrauber im Einsatz.
Der Rettungshubschrauber im Einsatz.  © Norbert Neumann
Mit dem Rettungswagen ging's ins Krankenhaus Friedrichstadt.
Mit dem Rettungswagen ging's ins Krankenhaus Friedrichstadt.  © Norbert Neumann

Update 15.17 Uhr: Polizeidirektion Dresden mit ersten Informationen

Die Polizeidirektion Dresden bestätigt in einer ersten Stellungnahme, dass der Mann sich an der Straße Neue Terrasse schwer verletzt hat. Zu seiner Identität liegen derzeit keine Informationen vor. Die Hintergründe der Tat sind ebenso unklar.

Update 16.56 Uhr: Krisendienst Dresden bietet Zeugen Hilfe an

Da davon auszugehen ist, dass es zusätzliche Augenzeugen oder Ersthelfer gab, welche nicht von den Einsatzkräften vor Ort wahrgenommen wurden, möchte der Dresdner Krisendienst auf Möglichkeiten hinweisen, sich Unterstützung zu suchen.

Betroffene Ersthelfer können sich an die Unfallkasse Sachsen wenden unter Tel.: 035217240. Andere Betroffene können zeitnah einen Termin zur psychologischen Beratung beim Krisendienst Dresden vereinbaren unter Tel.: 03514885341 (Montag bis Freitag 09 -11 Uhr; dresden.de/krisendienst).

Update 17.18: Krisendienst Dresden meldet Tod des Mannes

Laut des Dresdner Krisendienstes ist der Mann verstorben. Das teilte der "Krisenintervention & Notfallseelsorge Dresden e.V." auf Twitter mit.

Update 17.31: Landespolizeipräsident Horst Kretzschmar bestätigt Tod des Mannes

Der Landespolizeipräsident Horst Kretzschmar hat den Tod des Mannes bestätigt. Der Mann erlag demnach im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen. Dessen Identität ist jedoch nach wie vor unklar. Auch, ob ein politisches Motiv vorlag, ist weiterhin unklar.

Update, 13. Februar, 18 Uhr: Brandopfer weiterhin unbekannt

Nach wie vor gibt es keine neuen Erkenntnisse zu dem Mann. "Die Identität ist nach wie vor unklar", so ein Sprecher der Polizeidirektion Dresden am Samstag.

Ob die Tat politisch motiviert war, ist bisher ebenfalls unklar. Die Ermittlungen dauern an.

Normalerweise berichtet TAG24 nicht über mögliche Suizide. Da sich der Vorfall aber in der Öffentlichkeit abspielte, hat sich die Redaktion entschieden, es doch zu thematisieren.

Solltet Ihr selbst von Selbsttötungsgedanken betroffen sein, findet Ihr bei der Telefonseelsorge rund um die Uhr Ansprechpartner, natürlich auch anonym. Telefonseelsorge: 08001110111 oder 08001110222 oder 08001110116123.

Titelfoto: Norbert Neumann

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