Innerhalb weniger Stunden: So schnell kann Dresden eine neue Brücke errichten

Dresden - Auf einmal kann Dresden schnell Brücken bauen! Während sich der Neubau der Carolabrücke wohl bis 2031 hinzieht, steht in der Albertstadt innerhalb weniger Stunden eine neue Querung.

In der Nacht zu Dienstag stand die rote Behelfsbrücke plötzlich da.
In der Nacht zu Dienstag stand die rote Behelfsbrücke plötzlich da.  © Norbert Neumann

Zwischen Stadtarchiv und Feuerwache leuchtet plötzlich ein rotes Brückenbauwerk auf der Fabricestraße. Es handelt sich um eine Behelfsbrücke für Fußgänger während des eigentlichen Ersatzneubaus der gesamten Brücke.

Die 20 Tonnen schwere, drei Meter breite und 24,50 Meter lange Brücke wurde in der Nacht zu Dienstag als Ganzes angeliefert und in nur zweieinhalb Stunden mit dem Riesenkran eingesetzt. Kranleiter Uwe Schmidt (60): "Das dauert normalerweise nicht lange, setzt aber Planung voraus."

Dabei beschloss der Stadtrat erst im Dezember 2024 die Entwurfsplanung für die neue Brücke Fabricestraße - inklusive der Behelfsbrücke. Drei Monate nach Einsturz der Carolabrücke, die bislang ohne jeden Ersatz geblieben ist. Technisch sind die Vorhaben schlecht vergleichbar, ein Staunen bleibt.

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Noch muss die Behelfsbrücke geprüft werden, außerdem folgen noch Artenschutz-Kontrollen an Widerlagern der alten Brücke. Am Montag öffnet die Ruckzuck-Brücke dann laut Plan - jedenfalls für Spaziergänger.

Am Montag soll die Fußgängerquerung freigegeben werden.
Am Montag soll die Fußgängerquerung freigegeben werden.  © Norbert Neumann
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Autofahrer müssen die Fertigstellung des Ersatzneubaus abwarten, bevor sie die Querverbindung wieder befahren können, auch Feuerwehr und Rettungsdienst fahren Umwege. Gesamtbaukosten mit Behelfsbrücke, neuen Kreuzungen, Leitungen, Beleuchtung: 3,4 Millionen Euro.

Titelfoto: Norbert Neumann

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