Baukosten explodieren! Wann wird Dresdens Ostumfahrung endlich fertig?

Dresden - Die Zwangspause ist vorbei. Nachdem die Bauarbeiten an Dresdens Ostumfahrung wegen einer Klage des BUND drei Jahre pausieren mussten, geht es auf dem 5,6 Kilometer langen Teilstück zwischen Wünschendorf und Rossendorf inzwischen weiter.

Bis hier Autos rollen wird es noch mindestens vier Jahre dauern.
Bis hier Autos rollen wird es noch mindestens vier Jahre dauern.  © Marko Förster

Bis die von vielen Anwohnern der jetzigen S177 herbeigesehnte Umgehungsstraße für eine Entlastung vom Verkehrschaos sorgt, wird es aber noch Jahre dauern. Stattdessen droht ab kommender Woche sogar noch eine Zunahme des Verkehrs.

Wie gestern Sachsens Verkehrsminister Martin Dulig (47, SPD) informierte, wird dann nämlich der Abschnitt zwischen Radeberg und der A 4 freigegeben.

"Dadurch wird wohl noch mehr Verkehr auf die S 177 kommen", befürchtet Jens-Ole Timmermann (56, parteilos), Bürgermeister von Dürrröhrsdorf-Dittersbach, wozu auch Wünschendorf gehört.

Am Ortsausgang Eschdorf in Richtung Rossendorf steht schon eine Brücke der zukünftigen S 177.
Am Ortsausgang Eschdorf in Richtung Rossendorf steht schon eine Brücke der zukünftigen S 177.  © Marko Förster

"Wir können auch nicht zaubern"

Mit Tempo 30 und Blitzern wird in Eschdorf und Wünschendorf versucht, den Verkehr zu beruhigen.
Mit Tempo 30 und Blitzern wird in Eschdorf und Wünschendorf versucht, den Verkehr zu beruhigen.  © Ove Landgraf

Dabei sei der bereits jetzt "äußerst belastend": "Die Anwohner haben das Gefühl, die Lkw fahren durch ihre Wohnzimmer." Entsprechend froh sei er, dass die Bauarbeiten nun weitergehen. "Schade ist nur, dass es noch vier Jahre dauert."

Als Fertigstellungstermin für den Abschnitt nannte Andreas Weber vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr den Zeitraum Ende 2025/Anfang 2026.

"Wir können auch nicht zaubern", so Weber. Denn der Untergrund, auf dem die insgesamt 13 Brücken gebaut werden müssen, ist schwierig.

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"Wir brauchen einen langen Atem", sagte auch Dulig. Ein Datum, wann die gesamte S177 fertig sein wird, wollte der Minister nicht nennen. Ebenso unklar ist, was diese dann gekostet haben wird.

Lasuv-Projektleiter Ronald Faß (v.l.) erklärt Verkehrsminister Martin Dulig (47, SPD) und CDU-Fraktions-Chef Christian Hartmann (47) Details zum Bauabschnitt.
Lasuv-Projektleiter Ronald Faß (v.l.) erklärt Verkehrsminister Martin Dulig (47, SPD) und CDU-Fraktions-Chef Christian Hartmann (47) Details zum Bauabschnitt.  © Ove Landgraf

Fest steht nur: Es wird teuer. So sind die Baupreise laut Weber zwischen 2017 und 2021 um 25 Prozent gestiegen. Seine Prognose: "Ich denke, dass es weiter nach oben geht."

Titelfoto: Marko Förster

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