Dresdner Brunnen leuchtet plötzlich giftig-grün: Wer steckt dahinter?
Dresden - Klimaaktivisten haben in der Nacht auf Donnerstag das Wasser in einem Brunnen in Dresden grün gefärbt. Die Polizei ermittelt.
Aus Protest gegen eine "konzernfreundliche Gaspolitik und das Greenwashing von Wirtschaftsministerin Katharina Reiche" haben Mitglieder der Gruppe "Extinction Rebellion" grünen Farbstoff in einen Brunnen an der Semperoper gekippt.
In einer Mitteilung erklärte Manon Gerhardt, Pressesprecherin der Gruppe: "Sich auf Gas als Energieträger zu versteifen ist nicht nur schlecht für die Umwelt, Katherina Reiche sorgt damit auf lange Sicht für steigende Energiepreise für Verbrauchende! Dabei bringen Windkraft und Solar heute schon sichere und preiswerte Energie und tragen gleichzeitig zur Energie-Unabhängigkeit Deutschlands bei."
Bei dem verwendeten Farbstoff handelte es sich nach Angaben der Klimaaktivisten um Uranin - ein biologisch unbedenkliches Erzeugnis, das im Wasser leuchtet. Auch in anderen deutschen Städten hat Extinction Rebellion Brunnen am Donnerstag ähnliche Aktionen durchgeführt, etwa in Berlin oder Hamburg.
In Dresden ermittelt nun die Polizei. Nicht aber wegen des verfärbten Brunnens, sondern wegen Sachbeschädigung: Die Aktivisten hatten kurz nach Mitternacht am Brunnen auf dem Theaterplatz nämlich auch Graffiti-Botschaften hinterlassen, wie ein Sprecher der Polizeidirektion Dresden gegenüber TAG24 am Morgen erklärte.
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Von Extinction Rebellion veröffentlichte Bilder zeigen dabei, wie das Wasser im kleinen Brunnen zwischen Semperoper und Zwinger nahezu dieselbe Farbe hat, wie der grüne Rasen drumherum.
Titelfoto: Bildmontage: Extinction Rebellion Deutschland, Ove Landgraf
