Dresden - Wenn's nach ihnen ginge, dürfte sogar öfter gestreikt werden: Dresdens Taxifahrer haben am Montag richtig gut zu tun!
"Unsere Telefone stehen nicht mehr still", sagte Jan Kepper (49), Chef der Taxi-Genossenschaft, am Mittag.
"Wir leisten alles, was geht, haben aktuell 324 Fahrzeuge auf den Straßen. Das sind etwa 100 Taxis mehr als sonst. Damit sind wir am Limit."
Im Vergleich zu gewöhnlichen Tagen verzeichnete man rund doppelt so viele Aufträge. Die Wartezeiten für Kunden konnten sich dadurch in manchen Fällen bis zu 30 Minuten erhöhen.
"Es läuft viel besser als sonst. Wegen des Streiks gibt es natürlich mehr Arbeit", bestätigte auch Taxifahrer Khalil Khallouf (25).
"Allerdings ist es teils so viel, dass wir gar nicht hinterherkommen. Denn so voll wie die Straßen nun sind, braucht man für manche Strecken eine Stunde, für die man sonst weniger bräuchte."
Volle Straßen gab's vor allem während der Stoßzeiten des Berufsverkehrs.