Erleichterung und Sorge nach Gedenkort-Kompromiss

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Dresden - Im Streit um den geplanten Gedenkort am Alten Leipziger Bahnhof hatte der Stadtrat entschieden, Gelder für jenen Verein freizugeben, der die künftige Begegnungsstätte betreiben soll. Doch der knappe Ausgang der Abstimmung stimmt Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (48, Linke) nachdenklich.

Von hier aus wurden zur NS-Zeit Juden deportiert: Am Alten Leipziger Bahnhof soll eine Gedenkstätte entstehen.
Von hier aus wurden zur NS-Zeit Juden deportiert: Am Alten Leipziger Bahnhof soll eine Gedenkstätte entstehen.  © Norbert Neumann

Mit 36 zu 35 Stimmen war der Rat einem Kompromissvorschlag von FDP/FB, SPD und Grünen gefolgt, die komplizierte Grundstücksfrage (seit Jahren laufen Verhandlungen mit Globus) hintanzustellen und dem Verein 75.000 Euro für seine Arbeit zu bewilligen, weitere 25.000 Euro in Aussicht zu stellen.

"Die Entscheidung für eine weitere Förderung ist ein wichtiger Schritt für die Entwicklung des Alten Leipziger Bahnhofs als Gedenkort und Begegnungsstätte sowie für die Planung und Umsetzung weiterer Forschungstätigkeiten. Dass sie nur knapp zustande kam, ist jedoch besorgniserregend", mahnt Klepsch.

Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (48, Linke) macht sich Sorgen.
Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (48, Linke) macht sich Sorgen.  © Thomas Türpe
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"Gedenkorte wie dieser sind unverzichtbar für die Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus und für historisch-politische Bildungsarbeit. Ihr Erhalt ist Ausdruck unserer gesellschaftlichen Verantwortung."

Titelfoto: Montage: Norbert Neumann, Thomas Türpe

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