Ein großer Abend beim "British Festival" der Philharmonie: Musik aus dem Weltraum

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Dresden - Die Dresdner Philharmonie macht - seit einigen Jahren schon - vieles richtig. Augen- und ohrenfällig wird das gerade im Rahmen des "British Festivals" zur Amtseinführung des neuen Chefdirigenten Sir Donald Runnicles (71).

Sir Donald Runnicles applaudiert dem Komponisten Sir James MacMillan (66).
Sir Donald Runnicles applaudiert dem Komponisten Sir James MacMillan (66).  © Oliver Killig

Das Konzert unter der Überschrift "Sir Donald mit Holst" am vergangenen Samstag kann als Zentralgestirn der Veranstaltungsreihe gelten.

Very british das alles. Das Monumentalwerk "Die Planeten" von Gustav Holst (ein Engländer) als Hauptprogramm.

Vorab die deutsche Erstaufführung der 4. Sinfonie von Sir James MacMillan (66, ein Schotte), die dieser für Runnicles (ebenfalls Schotte) zu dessen 60. Geburtstag geschrieben hatte.

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MacMillan ist Composer in Residence der Philharmonie in dieser Spielzeit, so lautstark wie für Dirigent, Orchester und Chor war der Applaus für ihn an diesem Abend.

Das knapp 40-minütige Stück ist ein kompaktes Werk, das vom Renaissance-Komponisten Robert Carver (auch er ein Schotte) inspiriert ist, eine in dicht verwobenen Orchesterfarben spirituell aufgeladene musikalische Form, die ein packendes Klangspektrum aufzeigt.

Chefdirigent Sir Donald Runnicles (71) am Pult.
Chefdirigent Sir Donald Runnicles (71) am Pult.  © Oliver Killig
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Zwei weitere Konzerte folgen noch

Der prachtvoll illuminierte Konzertsaal im Kulturpalast am Samstagabend.
Der prachtvoll illuminierte Konzertsaal im Kulturpalast am Samstagabend.  © Oliver Killig

Holsts "Die Planeten" ist eine farbenreiche, siebenteilige Orchestersuite, in der jeder Satz den astrologischen Charakter eines Planeten verkörpert: von kriegerisch-martialisch (Mars) über friedlich-pastoral (Venus), leichtfüßig (Merkur), pompös-grandios (Jupiter), schattenhaft-düster (Saturn), bizarr-unruhig (Uranus) bis mystisch-entrückt (Neptun).

Die Suite verbindet starke rhythmische Profile mit eindrucksvoller Orchestrationskunst und einem sphärischen Choreinsatz von Frauenstimmen im Finale. Inszeniert mit Lichtprojektion von Sternen und Planeten im Saal, entfaltete sich ein atmosphärisch geschlossenes Konzerterlebnis, das tief berührend war.

Nicht zuletzt überzeugt das herzliche Miteinander, das das Orchester und sein neuer Chefdirigent gefunden zu haben scheinen.

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Man wird sich auf die Zusammenarbeit der kommenden Jahre freuen dürfen. Das nächste Mal gemeinsam musizieren wird man am 12. und 15. März zur konzertanten Aufführung der Strauss-Oper "Elektra."

Das "British Festival" wird fortgesetzt mit zwei Auftritten "Interstellar" der derzeitigen "Palastorganistin" Anna Lapwood (30, Engländerin) am 26. und 27. November. Beide Konzerte sind ausverkauft.

Titelfoto: Oliver Killig

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