Elf Wochen auf der Straße: Zwangsgeräumte Familie will in Hungerstreik treten

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Dresden - Es ist die elfte Woche, in der die Familie Rednik (so nennen sie sich selbst) in Dresden-Leuben gegen den Verlust ihres Hauses protestiert. Weil Familienoberhaupt Michael (57) die Grundsteuer fürs Eigenheim an der Stephensonstraße 21 nicht gezahlt hatte, wurde das Haus zwangsgeräumt. Seit dem 17. August sitzt die sechsköpfige Familie wortwörtlich auf der Straße. Ab Montag will der Familienvater in den trockenen Hungerstreik treten.

Als letztes Mittel gegen die Räumung wollen nun alle erwachsenen Mitglieder der Familie nacheinander in den trockenen Hungerstreik treten.
Als letztes Mittel gegen die Räumung wollen nun alle erwachsenen Mitglieder der Familie nacheinander in den trockenen Hungerstreik treten.  © Steffen Füssel

Es klingt wie eine Drohung: Sollte die Familie ihr zwangsgeräumtes Zuhause nicht bis Montag, 11 Uhr, zurückerhalten, will Michael vollständig auf Essen und Trinken verzichten.

"Das ist das letzte verbleibende menschliche Mittel gewaltlosen Engagements des Familienvaters, für das nachhaltige Zuhause der vier Kinder zu sorgen", erklärt die Familie geschlossen.

Eine Woche später, am 9. November, will die Mutter folgen und aufhören zu essen und zu trinken.

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In der darauffolgenden Woche wiederum werden die drei erwachsenen Töchter, Anna (24), Michelle (25) und Jenny (27), ebenfalls mitmachen.

Dabei ist ein Hungerstreik, bei dem auch auf Flüssigkeit verzichtet wird, schon nach wenigen Tagen lebensgefährlich …

Familie wird angefeindet

Am 17. August wurde das Eigenheim der Familie an der Stephensonstraße 21 zwangsgeräumt. Die Grundsteuer war nicht bezahlt worden.
Am 17. August wurde das Eigenheim der Familie an der Stephensonstraße 21 zwangsgeräumt. Die Grundsteuer war nicht bezahlt worden.  © Steffen Füssel

Familienmutter Annette (51) ist am Limit: "Die Anfeindungen von den Leuten auf der Straße werden immer schlimmer, unsere kleine Tochter ist seit der Zwangsräumung völlig traumatisiert."

Gemeint ist die zehnjährige Zarina, die in ihrem jungen Leben weder eine Kita noch eine Schule besucht hat. Ihre Situation ist längst Thema in der Stadtpolitik.

Das Jugendamt hat der Familie nach der Zwangsräumung Unterstützung angeboten, war mehrfach vor Ort.

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Nach TAG24-Informationen wurden die Redniks kürzlich von Bildungsbürgermeister Jan Donhauser (57, CDU) zu einem Gespräch ins Dresdner Rathaus eingeladen.

"Wir sind immer gesprächsbereit, der Bürgermeister soll doch zu uns auf die Straße kommen", so die Familienmutter.

Titelfoto: Steffen Füssel

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