Dresden - Im August hat er noch über einen Knochenfund in Dippoldiswalde und Raubkatzenhandel in Dresden geschrieben - am Freitag aber eröffnet Ex-TAG24-Reporter Erik Töpfer (26) mit seinem Bruder Kristian (22) in der Neustadt seine Kneipe "O'Potters" (übersetzt: die Töpfers). Damit setzen die Brüder die Tradition des keltischen Pubs "Tír Na NÓg" auf dem Bischofsweg fort.
Vorgänger-Wirt Uwe Borrmann hatte nach 30 Jahren das Haus verkauft, die Kneipe inseriert. "Auf kleinanzeigen.de hatte ich eigentlich nach einer Mietwohnung gesucht", verrät Erik. Er fand den Pub, beriet sich mit seinem Bruder.
Der Irland-Urlaub hatte bei den Geschwistern, die in der Gastronomie aufwuchsen, Spuren hinterlassen. "Es war und ist nicht nur der Traum einer eigenen Kneipe. Wir wollen in der Neustadt unsere Spur hinterlassen."
Dafür pack(t)en Freunde und Familie "für Bier und Brötchen" mit an, strichen Wände, schliffen die Holzverkleidungen ab, entkernten den Raucher-Keller. Der Vater schoss das Startkapital vor.
Mama Anke, die viele Jahre in der Sportlerheim-Küche des SV Röderau-Bobersen wirbelte, kocht jetzt Shepherds Pie (Hackfleisch-Auflauf) und Irish Stew (Lammfleisch-Eintopf).
Brüder müssen sich ihre Lorbeeren noch verdienen
Dazu gibt's sechs Bier aus dem Hahn (ab 4 Euro für 0,4 Liter Hauspils), Guinness und "Elbhang Rot" aus der wiedereröffneten Hausbrauerei von Christian Schwingenheuer, besser bekannt als Neustadt-Original "Lenin".
Auch wenn Erik schon sieben Gastro-Jobs von McDonald's bis Bierläufer im Dynamo-Stadion hatte und Kristian als Dreikäsehoch Omas Kuchen servierte: Ihre Lorbeeren als Wirte müssen sich die Brüder erst verdienen - von Mittwoch bis Sonntag, ab 18 Uhr. Toi, toi, toi!