Dresden - Der 270 Stufen lange Aufstieg auf den Rathausturm ist bei den Dresdnern beliebt. Dennoch mussten die Führungen im Februar ausgesetzt werden. Grund: Im Turm nisten Wanderfalken.
Die tierischen Bewohner sind nicht neu. Schon 1999 hatten zwei Turmfalkenpaare ihr Nest in der Turmstube eingerichtet, die Verwaltung hatte dafür Nisthilfen gezimmert. Lange hatten die geschützten Tiere ihre Ruhe, da der Turm wegen Brandschutzmängeln teils gesperrt werden musste.
Vergangenen Juli hatte der Bau mit der Plattform in 68 Meter Höhe - nach dem Fernsehturm der höchste Blick über die Stadt - nach zwölf Jahren mit frischem Brandschutz wiedereröffnet.
Seitdem nahmen knapp 2500 Besucher an den insgesamt 230 öffentlichen Führungen teil, wie die zuständige Dresden Information mitteilt.
Die vergangenen zehn Wochen pausierte der Führungsbetrieb vorsorglich für das Brutgeschehen der Wanderfalken, die vor einigen Jahren im Turm einzogen.
"Da die Wanderfalken bis Mitte April keine Eier abgelegt haben, kann das Wahrzeichen pünktlich zur Saison ab Freitag wieder geöffnet werden", teilt ein Stadtsprecher mit.
Wanderfalken können per Webcam beobachtet werden
Wer auch mal hoch hinaus will, kann eine Führung (www.dresden.de/rathausturm) buchen. Der Eintritt kostet 9/6 Euro ermäßigt, Kinder unter sechs Jahren frei.
Übrigens: Das Rathaus hat eine Webcam auf den Nistplatz des Wanderfalken-Pärchens geschaltet: youtube.com/@LH-DD-Wanderfalken/live