Dresden - Hier ist Geduld gefragt: Am letzten Tag des Tankrabatts glühen die Zapfsäulen in Dresden und der Region. Wer clever ist, sichert sich noch schnell die letzten günstigen Liter, bevor das Tanken wieder richtig wehtut.
Dabei sind die Preise schon ein gutes Stück gestiegen. Für den Liter Diesel legte man am Dienstag durchschnittlich 1,82 Euro hin. Tags zuvor waren es noch 1,75 Euro.
Ab Mittwoch gilt dann wieder ganz offiziell die alte, höhere Steuer. Inklusive Mehrwertsteuer macht das 16,7 Cent Aufschlag für Benzin und Diesel.
Die Quittung zeigte sich schon am Dienstagvormittag. An Tankstellen in Dresden und im Umland staute es sich extrem. An der Star-Tankstelle auf der Dresdner Straße in Radeberg soll es sich rund 50 Meter gestaut haben. Auch an der Jet-Tanke auf der Löbtauer Straße standen zeitweise die Autos bis auf die Straße.
Mittendrin war Martin Meinhold (46). Er schüttelt den Kopf: "Es ist gerade wieder völlig verrückt. Morgen wird es noch teurer, da wollte ich schnell noch mal tanken. Ändern kann man das mit dem Tankrabatt eh nicht, aber es ist schon blöd. Gerade, weil ich für die Arbeit viel auf das Auto angewiesen bin."
Autofahrer Benjamin Pomplun blickt skeptisch auf Tankrabatt
Bei der Total auf der Wiener Straße herrschte gegen 10 Uhr ähnlicher Andrang.
Benjamin Pomplun (31) aus der Südvorstadt sieht das Ganze pragmatisch, auch wenn der Frust tief sitzt: "So wirklich viel gebracht hat dieser Tankrabatt doch eh nicht. Ich tanke heute zwar noch einmal, aber dauerhaft schaue ich nicht auf die Preise. Wenn ich tanken muss, muss ich halt tanken."
Ganz gezielt auf Schnäppchenjagd war dagegen Ulrike (64) aus der Seevorstadt: "Das war mir heute wichtig, deshalb bin ich extra schnell noch zum Tanken gefahren. Ich bin zwar keine Vielfahrerin, aber ich fahre bald in den Urlaub und wollte den Rabatt noch mitnehmen."
An der Aral auf der Südhöhe ging es etwas ruhiger zu. Hier nutzte Volkmer Hartig (74) aus Leubnitz-Neuostra noch mal die Gelegenheit. "Ich habe nur 20 Liter getankt, aber ich musste das noch mal ausnutzen."
Mit der Situation ist er unzufrieden und fragt sich: "Warum haben wir in Deutschland eigentlich immer den Höchstpreis?"