Groß-Evakuierung, ja oder nein? Heiße Phase an Carolabrücke gestartet

Dresden - Am Dienstagnachmittag, um 16 Uhr, geht es an der Carolabrücke in die heiße Phase: Handelt es sich bei den freizulegenden Gegenständen um Weltkriegsbomben, müssten anschließend 18.055 Anwohner evakuiert werden. Bis 18 Uhr soll Gewissheit darüber herrschen, ob die größte Evakuierung der Stadtgeschichte tatsächlich Realität werden wird.

Der Elberadweg an der Fundstelle wurde inzwischen abgesperrt.  © Steffen Füssel

Seit Herbst ließ die Stadt das Gebiet um die ehemalige Carolabrücke auf Kampfmittel untersuchen, an zwei Stellen auf Neustädter Elbseite könnten tatsächlich Bomben liegen.

Am Dienstag ab 16 Uhr legen Fachleute die Verdachtspunkte frei. Dafür wird im Umkreis von 150 Metern um die Fundstelle alles abgesperrt. Außerdem gilt ein Drohnenflugverbot.

Gegen 18 Uhr soll feststehen, ob evakuiert werden muss. Im schlimmsten Fall sofort und über Nacht.

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"Ziel ist es, die Untersuchung unter möglichst sicheren und kontrollierten Bedingungen durchzuführen und die Auswirkungen für die Bevölkerung so gering wie möglich zu halten", schreibt die Stadt.

Anwohnern sei geraten, im Evakuierungsfall Unterschlupf bei Bekannten außerhalb der Evakuierungszone finden.

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Die Experten der Kampfmittelbeseitigung werden innerhalb der nächsten Stunden Klarheit schaffen.  © Robert Michael/dpa

Dauer einer möglichen Evakuierung in Dresden? Völlig ungewiss!

Folgt Dienstag oder Mittwoch die Groß-Evakuierung?  © imago/Sylvio Dittrich

"Auch ein Gartengrundstück bietet sich möglicherweise an." Die Notunterkunft in der Messe ist kein Hotel: ohne Duschen, Vollverpflegung, Auflademöglichkeiten.

Betroffene sollten unbedingt ein Notfallgepäck mit dem Wichtigsten - Ausweise, Bargeld, Essen, Trinken, Schlafsack - einpacken.

Die Dauer einer möglichen Evakuierung? Völlig ungewiss. "Unser längster Einsatz hat 48 Stunden gedauert", so Polizeisprecher Thomas Geithner (53). Sirenen, die NINA-Warnapp, Bürgertelefon (0351/4 88 76 66) und dresden.de/bombe informieren über das Ende.

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Erst danach dürften Anwohner zurück.

Hier wurde der mögliche Bombenfund gemacht.  © Eric Münch

"Alle Verantwortlichen sind bemüht, die Evakuierungszeit so kurz wie möglich zu halten", versichert die Verwaltung.

Erstmeldung vom 10. März, 5.54 Uhr. Zuletzt aktualisiert um 15.59 Uhr.

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