Historisch, aber topmodern: Die TU Dresden hat ihr Juwel zurück

Dresden - Die TU Dresden hat ihr Markenzeichen wieder! Der historische "Beyer-Bau" (1913 eingeweiht, benannt nach Bauingenieur Kurt Beyer) ist fertig saniert. Das Gebäude mit der markanten Sternwartenkuppel gilt als Eingangstor zum Unicampus in der Südvorstadt, war 2018 teils völlig marode.

Der 41 Meter hohe Turm des Observatoriums ist von weit her sichtbar und wurde ebenfalls modernisiert. An der Fassade finden noch Restarbeiten statt.
Der 41 Meter hohe Turm des Observatoriums ist von weit her sichtbar und wurde ebenfalls modernisiert. An der Fassade finden noch Restarbeiten statt.  © Christian Juppe

Feierlich wurde der frisch sanierte Beyer-Bau am Donnerstag eröffnet, etliche Politiker und TU-Spitzen waren anwesend. Sie bestaunten ein neu entstandenes Arbeitsparadies für Bauingenieure: mit neuen Laborräumen, restauriertem Observatorium, stilvoller Einrichtung.

Wände wurden denkmalgerecht in zarten Pastelltönen oder Kobaltblau gestrichen, historische Holzspinde restauriert. Auch technisch ist das Gebäude jetzt auf dem neuesten Stand.

So ließen die Planer vom Sächsischen Immobilien- und Baumanagement (SIB) historische Decken mit hochmodernem Carbonbeton verstärken und die Energietechnik erneuern.

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Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow (47, CDU) gefällt das Endergebnis, er geriet geradezu ins Schwärmen: "Es ist traumhaft zu sehen, was hier entstanden ist."

Als "wesentlichen Beitrag für die Zukunftsfähigkeit" der Fakultät Bauingenieurwesen (1400 Studenten) bezeichnete TU-Rektorin Ursula Staudinger (66) den schick hergerichteten Beyer-Bau. Nur an der Fassade wird aktuell noch gewerkelt, sonst sind alle Arbeiten beendet.

Die leuchtend blaue Wandfarbe hat ein historisches Vorbild.
Die leuchtend blaue Wandfarbe hat ein historisches Vorbild.  © Christian Juppe
Mehr Platz zum Lernen und Forschen: Über 1200 Quadratmeter Fläche machten Sanierung und Umbau zusätzlich nutzbar.
Mehr Platz zum Lernen und Forschen: Über 1200 Quadratmeter Fläche machten Sanierung und Umbau zusätzlich nutzbar.  © Christian Juppe

Gebäude war maroder als gedacht

Bei der Schlüsselübergabe strahlten Bauingenieur-Professorin Birgit Beckmann (49, l.) und TU-Rektorin Ursula Staudinger (66) übers ganze Gesicht.
Bei der Schlüsselübergabe strahlten Bauingenieur-Professorin Birgit Beckmann (49, l.) und TU-Rektorin Ursula Staudinger (66) übers ganze Gesicht.  © Christian Juppe

Mit 68,3 Millionen Euro investierte der Freistaat Abermillionen in das Sanierungsprojekt, weitere 8,2 Millionen Euro schoss die EU zu.

Die ursprüngliche Kostenrechnung von 60 Millionen Euro konnte damit nicht eingehalten werden, ebenso wenig die geplante Bauzeit.

Wesentlicher Grund: Die Bausubstanz war maroder als gedacht. Teils sei Beton regelrecht verrottet gewesen, man habe Schadstoffe wie Quecksilber im Boden gefunden, heißt es aus dem SIB.

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Die Probleme wurden bewältigt: Nun strahlt das Bau-Juwel der Universität in neuem Glanz.

Titelfoto: Christian Juppe

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