Dresden - Bundesweit rutschen immer mehr Unternehmen in die Insolvenz – ein Trend, der auch in Sachsen erkennbar ist. Kaum zu spüren ist die schlechte Stimmung jedoch auf der Messe "KarriereStart", die Freitag mit rund 560 Ausstellern in Dresden beginnt.
Zum Jahresbeginn freute sich die Handwerkskammer Dresden über wachsendes Interesse junger Menschen. 2348 Lehrlinge haben 2025 im Kammerbezirk (umfasst Ostsachsen) eine Ausbildung begonnen – 8,6 Prozent mehr als im Vorjahr.
Das möchte die HWK weiter steigern und lädt an ihrem Stand Schüler in die Welt des weltweit beliebten Computerspiels Minecraft ein. Dort können sie Berufe vom Anlagenmechaniker bis zum Zahntechniker ausprobieren.
Spielerisch geht es auch bei den DVB zu: Jugendliche erleben über einen virtuellen Simulator Fahrten im neuen Stadtbahnwagen. Trotz Sparmaßnahmen sucht das Verkehrsunternehmen weiter nach den Transporteuren der nächsten Generation – Mechatroniker, Industriemechaniker, Fachkräfte im Fahrbetrieb, aber auch duale Studenten.
Sprecher Falk Lösch (60) erklärt TAG24: "Wir schreiben jährlich zwischen 30 und 40 Lehrstellen aus."
Bier zapfen auf der Karrierstart
Das Rathaus (mehr als 7000 Mitarbeiter) möchte mittelfristig Stellen reduzieren, passender Nachwuchs ist trotzdem willkommen: IT-Spezialisten und Verwaltungsfachleute, Feuerwehrmänner oder Garten- und Landschaftsbauer für den Regiebetrieb.
Personalbürgermeister Jan Pratzka (53, CDU) sagt: "Wir suchen aber nicht nur selbst Nachwuchskräfte, sondern unterstützen auch motivierte Gründerinnen und Gründer sowie Unternehmen, die innovative Ideen umsetzen." Deshalb sei auch die Wirtschaftsförderung beratend auf der Messe aktiv.
Ein Bier selbst zapfen und dessen Zutaten erkennen lässt sich am Stand des Beruflichen Schulzentrums (BSZ) für Agrarwirtschaft und Ernährung in Dresden.
In unmittelbarer Nähe können Schüler beim BSZ Seiffen (Erzgebirge) einen Einblick in die Kunst des Holzspielzeugmachens gewinnen.
Die Messe ist Freitag bis Samstag (9 bis 17 Uhr) sowie am Sonntag (10 bis 17 Uhr) geöffnet. Der Eintritt kostet 5 Euro, Schüler und Studenten zahlen 3,50 Euro.