"Feuer frei": Demonstranten wollen Rammstein stören

Dresden - Kommende Woche steigen in Dresden vier Konzerte der umstrittenen Band Rammstein in der Rinne. Für den ersten Veranstaltungstag wurde eine Demonstration angemeldet, für die schon jetzt groß geworben wird.

Rund 100 Demonstranten wollen am Mittwoch "Rammstein stören". Sie protestieren von der Neustadt aus bis zum Konzertort.
Rund 100 Demonstranten wollen am Mittwoch "Rammstein stören". Sie protestieren von der Neustadt aus bis zum Konzertort.  © Norbert Neumann

"Rammstein stören" steht auf einem Banner, das seit Kurzem in der Neustadt über der Alaunstraße weht. Es kündigt einen Protest an, der am ersten Konzerttag, dem kommenden Mittwoch, 15. Mai, steigen soll.

Bei der Stadt ging eine entsprechende Versammlungsanzeige ein, wie es im Verwaltungsjargon heißt. Unter dem Motto "Till Verschwindemann - Keine Bühne für Täter" soll demnach vom Jorge-Gomondai-Platz bis zur Pieschener Allee demonstriert werden.

Die Route wurde aber von der Stadt noch nicht bestätigt. Auch eine konkrete Zeit für die Demonstration, an der wohl rund 100 Leute teilnehmen sollen, muss noch vom Amt abgesegnet werden.

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Indes begann in den vergangenen Tagen bereits der Aufbau der Mega-Bühne auf der Open-Air-Fläche an der Messe.

Rammstein-Konzerte in Dresden: Aufbau des Geländes läuft auf Hochtouren

Der Aufbau im Ostragehege läuft auf Hochtouren.
Der Aufbau im Ostragehege läuft auf Hochtouren.  © Norbert Neumann
Auf diesen Tribünen haben Zuschauer eine gute Sicht aufs Geschehen der Bühne.
Auf diesen Tribünen haben Zuschauer eine gute Sicht aufs Geschehen der Bühne.  © Norbert Neumann
Selbst am Feiertag herrscht geschäftiges Treiben.
Selbst am Feiertag herrscht geschäftiges Treiben.  © Norbert Neumann

Rund 55.000 Besucher werden an jedem der vier Abende in der Rinne erwartet.

Damit die auch alle Platz haben und ordentlich versorgt werden können, läuft seit Wochenbeginn der Aufbau von Tribünen, Gastronomie-Bereichen, Toiletten und der riesigen Bühne.

Auch erste, nahegelegene Parkplätze wurden bereits eingezäunt sowie teils mehrere Meter hohe Sichtschutzzäune aufgestellt, damit wirklich nur zahlende Konzertgäste die sechsköpfige Band um ihren Frontmann Till Lindemann (61), einen gebürtigen Leipziger, sehen können.

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Den Sound der riesigen Bühne wird man hingegen sehr weit hören können. Dem Vernehmen nach sind die Rocker mit der Mega-Konstruktion unterwegs, mit der sie schon 2019 im Dynamo-Stadion Halt machten. Bis in die Innenstadt wurde damals der Schall getragen.

Rammstein kommen wohl wieder mit ihrer großen Bühne nach Dresden. (Archivbild)
Rammstein kommen wohl wieder mit ihrer großen Bühne nach Dresden. (Archivbild)  © Eric Münch
Till Lindemann (61) steht nach Missbrauchsvorwürfen in der Kritik. (Archivbild)
Till Lindemann (61) steht nach Missbrauchsvorwürfen in der Kritik. (Archivbild)  © Eric Münch

Diese Verkehrseinschränkungen bringen die Mega-Konzerte mit sich

Von Mittwochmorgen, 8 Uhr, an bis Sonntagnacht, 24 Uhr, sperrt die Stadt die um den Veranstaltungsort liegenden Straßen. Betroffen sind: Pieschener Allee, Messering und Schlachthofstraße sowie der Elberadweg.

Konzertbesucher sollen mit dem ÖPNV anreisen. Dafür wurden auch besondere Parkplätze außerhalb der Innenstadt geschaffen, die direkten Anschluss an das DVB-Netz haben.

Rings um den Veranstaltungsort kommt es zu Verkehrseinschränkungen.
Rings um den Veranstaltungsort kommt es zu Verkehrseinschränkungen.  © Stadt Dresden

Damit diese Busse und Bahnen gut durch den Verkehr kommen, werden noch mehr Maßnahmen greifen:

Auf die Friedrichstraße darf man nicht fahren, wenn man von der Bremer Straße kommt. Zudem darf man nicht von der Friedrichstraße nach links in die Weißeritzstraße abbiegen. Es gibt weiterhin temporäre Halteverbote, weil zusätzliche Haltestellen geschaffen werden.

Weiter fällt auf der Marienbrücke eine Fahrspur von der Neustadt in Richtung Altstadt weg, da dort eine zusätzliche Haltestelle entsteht.

Auch auf der Schweriner Straße wird eine weitere Haltestelle entstehen, weswegen es zu Einschränkungen kommt.

Wie die Stadt mitteilte, kommt es zudem auf der Waltherstraße, Maxstraße und Bautzner Straße zu Halteverboten von Mittwoch bis Sonntag.

Titelfoto: Montage: Norbert Neumann (2), Eric Münch

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