Dresden - Im Großen Garten wurden vergangenes Jahr durch abgestorbene Bäume oder Äste drei Personen verletzt. Sachsens Grüne fordern jetzt mehr Mittel für Baumpflege und Neupflanzungen, um die Folgen des Klimawandels zu lindern.
2025 war es zu drei Sach- sowie drei Personenschäden gekommen, wie aus einer Antwort der Staatsregierung auf eine Grünen-Anfrage zum dürrebedingten Baumsterben hervorgeht.
"In zwei Fällen handelt es sich um einen spontanen Grünastabbruch eines gesunden Baumes, also höhere Gewalt. Die betroffenen Personen erlitten leichte Verletzungen", erklärt die zuständige Schlösserland-Sprecherin Anita Radicke (39).
"Zu dem letzten Fall können wir wegen laufender staatsanwaltlicher Ermittlungen aktuell keine Angaben machen." In diesem Jahr habe es noch keine Verletzten gegeben.
Aktuell sind in Dresdens größtem Park Wege aufgrund der Gefahr herabfallender Äste gesperrt, Fachkräfte sind mit Motorsägen in den Baumkronen zugange.
Seit Jahren steigt die Anzahl der Fällungen im Großen Garten
"Das Baumsterben ist längst nicht mehr nur ein ökologisches Problem, sondern betrifft auch die Sicherheit der Menschen. Wenn in einer der größten Parkanlagen Sachsens Personen zu Schaden kommen, ist das ein ernstes Warnsignal", sagt der Landtagsabgeordnete Thomas Löser (53, Grüne).
Seit Jahren steigt zudem die Anzahl der Fällungen im Großen Garten. 2025 wurden 425 Bäume gefällt, 78 neu gepflanzt. Der Freistaat stellte insgesamt gut 3,7 Millionen Euro für Baumpflege und Klimaanpassung seiner Parks zur Verfügung.
"Angesichts des dürrebedingten Baumsterbens als direkte Folge der Klimakrise muss die Staatsregierung auskömmliche Mittel für Baumpflege und Neupflanzungen in den kommenden Haushaltsentwurf einstellen", fordert Löser.
"Zum Nulltarif können die Parks der Schlösser und Gärten nicht die schattigen Erholungsorte bleiben, die sie heute sind."