Kurz nach Eröffnung: Dresdner Pflegeheim droht das Aus, Bewohner vor ungewisser Zukunft

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Dresden - Das Pflegeheim "Elbresidenz am Blauen Wunder" steht ein halbes Jahr nach der Eröffnung womöglich schon wieder vor dem Aus. Der Betreiber will dagegen keine "unnötigen Ängste" schüren.

Für die "Elbresidenz am Blauen Wunder" liegt keine Genehmigung für eine Nutzung als Pflegeheim vor. Der Einrichtung droht das Ende.
Für die "Elbresidenz am Blauen Wunder" liegt keine Genehmigung für eine Nutzung als Pflegeheim vor. Der Einrichtung droht das Ende.  © TAG24

Das Bauaufsichtsamt bereitet derzeit einen Bescheid zur Nutzungsuntersagung für die Einrichtung vor, wie die Stadt Dresden auf TAG24-Anfrage am Mittwoch mitteilte.

Der Grund: "Abgesehen davon, dass eine Nutzungsuntersagung bisher noch nicht erfolgte, liegt für die Einrichtung als betreutes Wohnen und auch für eine stationäre Pflegeeinrichtung (um welche es sich handeln dürfte) keine Baugenehmigung vor."

Ein bereits eingereichter Bauantrag für das betreute Wohnen sowie für die Tagespflege in dem Gebäude an der Prellerstraße sei derzeit nicht genehmigungsfähig, so die Stadt weiter.

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Weitere Auskünfte könnten aufgrund des laufenden Verfahrens noch nicht gegeben werden. Jedoch betonte die Stadt, dass dem Bauaufsichtsamt die "sensible Nutzung" des Gebäudes bewusst sei und im Entscheidungsprozess berücksichtigt werde.

Im Falle einer erfolgreichen Nutzungsuntersagung müssten sich die Bewohner jedoch selbst darum kümmern, in eine andere Einrichtung für betreutes Wohnen zu wechseln: "Die Landeshauptstadt Dresden kann hier lediglich beratend tätig werden."

Betreiber Michael Hose (46) am Tag der offenen Tür im November vor seinem Pflegeheim. Bisher äußerte er sich nicht zu den jüngsten Entwicklungen.
Betreiber Michael Hose (46) am Tag der offenen Tür im November vor seinem Pflegeheim. Bisher äußerte er sich nicht zu den jüngsten Entwicklungen.  © TAG24
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Elbresidenz am Blauen Wunder: Betreiber will "Bedenken ausräumen"

Die ehemaligen Hotelzimmer wurden erst im vergangenen November renoviert und umfunktioniert.
Die ehemaligen Hotelzimmer wurden erst im vergangenen November renoviert und umfunktioniert.  © TAG24

Auch Pflegeheim-Betreiber Michael Hose (46) betonte gegenüber TAG24, dass es sich um ein laufendes "Anhörungsverfahren zu mehreren Sachverhalten" handele. Um "keine unnötigen Ängste zu schüren", wolle er sich deshalb nicht weiter äußern.

"Wir weisen darauf hin, dass wir derzeit aktiv daran arbeiten, mögliche Bedenken auszuräumen und Transparenz zu schaffen. Kein Bewohner muss ausziehen. Der Betrieb läuft wie von Anfang an weiter, und es ziehen auch weiterhin Bewohner ein."

Bitter wäre ein Aus für das Pflegeheim allemal: Erst im vergangenen November war der neue Betreiber - die "Familie Hose GmbH" - in die Räumlichkeiten des ehemaligen "Hotel Andreas" eingezogen.

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Zum Tag der offenen Tür verglich Hose seine Einrichtung gegenüber TAG24 damals mit einem "Vier-Sterne-Hotel". Für monatlich rund 1600 Euro versprach er Pflegebedürftigen ein "All-inclusive-Paket". Wie viele Bewohner von einem drohenden Auszug betroffen wären, war bisher nicht bekannt. Im Pflegeheim stehen insgesamt 36 Zimmer zur Verfügung.

Ein betroffener Leser, dessen Mutter in der Elbresidenz wohne, klagte angesichts einer möglichen Suche nach einer neuen Einrichtung für selbige: "Es gibt kaum gleichwertige Alternativen. Derzeit ist noch nicht bekannt, wie es weitergeht."

Titelfoto: TAG24

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