Laptop statt Schreibhefte: So sieht Sachsens Schule der Zukunft aus

Dresden - Sachsens Schulen sollen nach Corona verstärkt auf digitales Lernen setzen. Wie eine Schule der Zukunft aussehen kann, zeigt jetzt schon die "International School" in Dresden. Kultusminister Christian Piwarz (46, CDU) machte sich am gestrigen Montag ein Bild vor Ort.

"International School"-Lehrerin Julie Hyslop (44) löst mit ihren Zweitklässlern Rechenaufgaben auf dem iPad.
"International School"-Lehrerin Julie Hyslop (44) löst mit ihren Zweitklässlern Rechenaufgaben auf dem iPad.  © Eric Münch

Der Freistaat investiert mit dem Förderprogramm "Digitale Schulen" rund 250 Millionen Euro in eine modernere Bildung. Teil des Programms ist die "International School" in Dresden.

Wenn dort die etwa 500 Schüler in ihren Klassenzimmern sitzen, haben sie vor sich iPads und Laptops statt Füller und Schulhefte. Die Lehrer unterrichten an digitalen Tafeln, auf dem Pausenhof gibt es WLAN.

Allein im vergangenen Jahr hat die Schule laut Direktor Steven Calland-Scoble (59) rund 90.000 Euro für die Digitalisierung ausgegeben. Aus seiner Sicht bietet das digitale Lernen große Vorteile: "Die Schüler können auf Online-Bibliotheken zugreifen. Damit lernen sie, selbst zu recherchieren, und verbessern ihre Lese-Kompetenz."

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Außerdem könnten sie sich kreativ ausleben, indem sie etwa 3-D-Modelle mit dem Programm "SketchUp" erstellen. So hätten die Schüler selbst das neue Klettergerüst auf dem Pausenhof digital entworfen.

Minister Piwarz zeigte sich überzeugt: "Hier wird Digitalisierung konsequent gelebt."

Die Dresdner "International School" gilt als Vorreiter des digitalen Lernens.
Die Dresdner "International School" gilt als Vorreiter des digitalen Lernens.  © Eric Münch
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"Vollwertige Abschlüsse": Minister Piwarz sieht keine verlorene Generation in Sachsen

Kultusminister Christian Piwarz (46, CDU, M.) im Gespräch mit dem Schulverein-Vorsitzenden Tony Hyman (59, l.) und Direktor Steven Calland-Scoble (59, r.).
Kultusminister Christian Piwarz (46, CDU, M.) im Gespräch mit dem Schulverein-Vorsitzenden Tony Hyman (59, l.) und Direktor Steven Calland-Scoble (59, r.).  © Eric Münch

Sachsen könne aus der Corona-Krise lernen. Piwarz: "Wir müssen den nächsten Schritt gehen und die Vorteile digitaler Lernmethoden besser nutzen."

In Zukunft könnten beispielsweise "intelligente tutorielle Systeme" eine größere Rolle spielen. Diese Programme richten sich nach der Lerngeschwindigkeit der Schüler.

Den Weg durch die Corona-Krise haben Sachsens Schulen nach Ansicht des Kultusministers gut bewältigt.

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Entgegen mancher Befürchtungen gebe es keine "verlorene Generation" von Schülern. "Wer die Oberschulen und Gymnasien verließ, hatte vollwertige Abschlüsse in der Tasche."

Titelfoto: Montage: Eric Münch (2)

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