Mit Sensoren gegen Risse: Bergstraße bekommt Frühwarnsystem

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Dresden - Wie schlecht ist der Zustand von Dresdens Straßen wirklich? In welcher Reihenfolge sollten sie saniert werden? Sechs neue Messstellen sollen Klarheit schaffen. Eine wird derzeit auf der Bergstraße stadteinwärts installiert.

Peter Lebelt (45), Sachgebietsleiter Technische Kontrolle im Straßen- und Tiefbauamt.
Peter Lebelt (45), Sachgebietsleiter Technische Kontrolle im Straßen- und Tiefbauamt.  © Steffen Füssel

Bis Ende nächster Woche kommen acht Achslastwaagen, Temperatursensoren und eine Kontaktschleife in die Fahrbahn. Damit werden Fahrzeuggewicht, Fahrzeuglänge und Straßentemperaturen gemessen. Ziel: herausfinden, wie stark die Fahrbahn beansprucht wird und wie schnell sie altert.

"Bislang haben wir den Straßenzustand bloß visuell erfasst. Wir wollen aber tätig werden, bevor überhaupt Risse entstehen", sagt Sachgebietsleiter Peter Lebelt (45) aus dem Straßen- und Tiefbauamt.

Auf der Tharandter Straße, Washingtonstraße und Dohnaer Straße gibt es schon Messstellen, jetzt kommt die Bergstraße dazu. Es folgen die Stauffenbergallee und im Herbst die Bautzner Landstraße.

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Parallel fährt noch bis September ein Spezialfahrzeug das Straßennetz ab und erfasst Straßenschäden. Mit den Daten der Messstellen und aus der Befahrung wollen Stadt-Informatiker dann eine Prognose-Software entwickeln, die auch andere Kommunen nutzen könnten.

Hier verlegt Servicetechniker Lukas Riedel (28) gerade einen Messbalken.
Hier verlegt Servicetechniker Lukas Riedel (28) gerade einen Messbalken.  © Steffen Füssel
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1,3 Millionen Euro kostet das Projekt insgesamt, davon trägt die Stadt 455.000 Euro. Langfristig hofft die Verwaltung, Kosten zu sparen: Werden Schäden früher erkannt, lassen sich Sanierungen klüger planen und womöglich günstiger durchführen.

Titelfoto: Steffen Füssel

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