Neuer Glanz für sowjetisches Kampfflugzeug: EFW-Rentner restaurieren MiG-21
Dresden - Frischekur für einen berühmten Abfangjäger der Sowjetunion! In einer Halle der Elbe Flugzeugwerke (EFW) restaurieren ehemalige Mitarbeiter eine historische MiG-21. Sie steht mit der Geschichte des Unternehmens in enger Verbindung.
Mit über 11.000 Exemplaren handelt es sich bei der MiG-21 um das meistgebaute Kampfflugzeug der Welt. Ein Teil davon wurde zu DDR-Zeiten in der damaligen VEB Flugzeugwerft Dresden gewartet und instandgesetzt.
Bis heute erinnert daran auf dem Gelände eine erhalten gebliebene NVA-Übungsmaschine, die im Jahr 1993 vor der Verschrottung gerettet werden konnte. Ein zehnköpfiges Team, bestehend aus EFW-Rentnern, verleiht ihr nun neuen Glanz und trägt damit zur Aufrechterhaltung der Tradition bei.
Rund zwei Monate lang sind die fleißigen Helfer mit dem Projekt beschäftigt. "Es ist Zeit für eine neue Lackierung", sagt der gelernte Flugzeugmechaniker Jürgen Eitner (77) im Gespräch mit TAG24. "Aufgrund der Sonneneinstrahlung war die MiG-21 ausgeblichen."
Ran ans Werk heißt es also! Zunächst müssten alle sensiblen Teile wie etwa Antennen, Positionsleuchten oder das Kabinendach abgeklebt werden, bevor das Ablaugen der Grundierung starten könne. "Mitte August soll dann ein silberner Lack aufgetragen werden", erzählt Eitner, der 46 Jahre im Betrieb tätig war und seit 2013 der EFW-Oldie-Truppe angehört. "Dass man auch jetzt hier noch mithelfen kann, macht Freude", sagt er.
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Auch Azubis am Projekt beteiligt
Ebenfalls Teil des Teams ist Angelika Dobin (71), jahrzehntelang im Unternehmen als Expertin für Oberflächenschutz im Einsatz. Sie liebt es, auch im Rentenalter noch an Flugzeugen herumwerkeln zu dürfen.
Nebenbei gibt die Seniorin ihr Wissen an die junge Generation weiter. So helfen bei der Restaurierung auch zwei Auszubildende aus dem ersten Lehrjahr mit.
"Die Chance, an einer MiG-21 zu arbeiten, gibt's nicht so oft. Das ist im Vergleich zu den großen Maschinen mal eine Abwechslung", sagt die angehende Fluggerätemechanikerin Lisa Bonitz (22), die sich freiwillig für das Projekt gemeldet hat.
Während die junge Frau über ihr Gehalt fürs Mitwirken entlohnt wird, bekommen die Oldies für ihr Engagement "einen kleinen Obolus" von den EFW zugesteckt, wie sie TAG24 verraten. Anfallende Kosten würde zudem das Unternehmen tragen.
Wenn die Arbeiten abgeschlossen sind, kann die MiG-21 wieder zu ihrem Außenstandort zurückkehren. Als echter Hingucker wird sie sich dann neben den ebenfalls dort ausgestellten Maschinen IL-14 und der MiG-23 präsentieren.
Titelfoto: Montage: Norbert Neumann (2)

