Dresden - Das Horrorszenario: Graffiti-Schmiereien auf der Frauenkirche. Da Sandstein besonders empfindlich ist, kann die Entfernung zur Zerreißprobe werden. "Uns ist es wichtig, dass wir in solchen Fällen schneller reagieren", betont der Erste Bürgermeister Jan Donhauser (57, CDU). Möglich macht das nun ein Rahmenvertrag: Die Stadt spürt betroffene illegale Graffiti auf und beauftragt die Dresdner Stadtreinigung mit der Entfernung.
80.000 Euro stehen hierfür in diesem Jahr laut Donhauser zur Verfügung - in den nächsten Jahren sollen es sogar 100.000 sein.
Dabei kommt seit Anfang Oktober auch eine neue Allzweckwaffe zum Einsatz: In der Testphase erfolgreich bewährt, setzt man nun auf einen Hochleistungslaser. Kosten für die Anschaffung inklusive fahrbarem Untersatz: stolze 200.000 Euro.
Präsentiert wurde er an der Gemeinschaftsschule Campus Cordis - einem der ersten kommunalen Objekte, an dem die neue Technik angewendet wird.
"Im Gegensatz zu Chemikalien oder Trockeneis ist der Laser schnell, schonend für Umwelt wie Mitarbeiter und preislich besonders effizient", erklärt Alf Schwaten (57) von der Stadtreinigung.
"Wir haben das im letzten Jahr auf sämtlichen Oberflächen getestet und sind sehr zufrieden."
Bei dem Verfahren werden die Farbschichten durch das intensive Licht regelrecht vom Untergrund gebrutzelt, ohne ihn zu versehren. Gerade bei Sandstein besonders wichtig. Kälte ist für den Laser weniger ein Problem - Regen schon eher.
Die Stadtreinigung hofft deshalb noch auf einige sonnige Herbsttage.