"Trinket Box" in Dresden: Kleine Tauschbox im Hechtviertel wird zum Hit

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Dresden - Wer aktuell durch das Hechtviertel in Dresden spaziert, könnte leicht an der "Trinket Box" vorbeilaufen - und doch steckt dahinter ein viraler Trend, der momentan ganz Deutschland erobert. TAG24 hat nachgehakt.

An der Erlenstraße 13 hängt die Trinket-Box und sorgt für neugierige Blicke.
An der Erlenstraße 13 hängt die Trinket-Box und sorgt für neugierige Blicke.  © privat

Hinter dem kleinen Kasten an der Erlenstraße 13 steckt Amelie (28), Sozialpädagogin und langjährige Bewohnerin der Neustadt. Sie lebt sehr gern in dem Viertel - und genau deshalb kam ihr der Gedanke, die Tauschbox hier umzusetzen.

"Ich hatte richtig viel Spaß dabei, fast so, als würde ich einer echten Leidenschaft nachgehen", verriet die 28-Jährige im Gespräch mit TAG24.

Das Konzept dahinter ist simpel: "Nimm eins, gib eins" - ähnlich wie bei den bekannten Bücherschränken.

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Menschen legen kleine Gegenstände, sogenannte "Trinkets", hinein - etwa Mini-Figuren, Schlüsselanhänger, Sticker oder Schmuck - und dürfen im Gegenzug etwas anderes mitnehmen.

"Ich selbst habe eine kleine Leidenschaft für 'Trinkets‘, also kleine, cute, skurrile Dinge. [...] Es gibt mir manchmal das Gefühl, wieder ein bisschen Kind zu sein", verriet die Dresdnerin.

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Malina Florentine hat die kleinen Tauschboxen in Deutschland populär gemacht

Die Berliner Content-Creatorin Malinaflorentine hat das Konzept der kreativen kleinen Tauschboxen hierzulande populär gemacht.
Die Berliner Content-Creatorin Malinaflorentine hat das Konzept der kreativen kleinen Tauschboxen hierzulande populär gemacht.  © Malina Florentine Sternberg

Auf die Idee kam die 28-Jährige durch die sozialen Medien. "Ich verfolge schon länger Malinaflorentine auf Instagram. [...] Vor ein paar Monaten hat sie die erste Trinket-Box in Berlin aufgehängt und ich fand die Idee sofort richtig toll", erzählt Amelie.

Gegenüber TAG24 erklärt die Influencerin: "Ich kannte das Konzept Trinket Boxen schon länger von TikTok aus den USA. Vor einigen Monaten gab es dann eine in London und da habe ich dann beschlossen: Ich finde das so toll, das möchte ich nach Berlin bringen."

Die Resonanz ist groß: "Mich haben unglaublich viele nette Nachrichten erreicht, die ich inspiriert habe, auch eine Box für ihre Stadt zu machen", so Malina.

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Auch Amelie hat bereits positive Rückmeldungen bekommen - sowohl vor Ort als auch in den sozialen Medien: "Auf Instagram bedanken sich viele für die Umsetzung und posten Stories von der Box und teilen ihre Freude daran."

Die Dresdner Trinket Box kommt gut an

Das Konzept hinter der Trinket-Box ist simpel: "Nimm eins, gib eins" - ähnlich wie bei den bekannten Bücherschränken.
Das Konzept hinter der Trinket-Box ist simpel: "Nimm eins, gib eins" - ähnlich wie bei den bekannten Bücherschränken.  © privat

Besonders spannend findet Amelie die Vielfalt der Dinge, die bereits in der Box gelandet sind. "Viele kleine Künstler haben schon selbst gemachte Dinge hineingelegt, zum Beispiel kleine gehäkelte Figuren, selbst illustrierte (Post-)Karten, tolle Sticker mit super Messages oder selbstgemachten Schmuck".

Auch Malina hat der Dresdner Box bereits einen Besuch abgestattet und einen selbst gemachten Miffy-Anhänger aus dem 3-D-Drucker hineingelegt.

"Ich finde es schön, dass nicht nur Kinder, sondern vor allem auch viele Erwachsene Freude an so einer Trinketbox haben", so die 28-Jährige. "Es ist auch einfach eine tolle Offline-Erfahrung - gerade in unserer Zeit."

Auch die Berliner Influencerin sieht darin den Reiz: "Ich denke, wir brauchen in Zeiten von dauerhaften Krisen mehr kleine, schöne Dinge, über die wir uns freuen können, und das abseits von Überkonsum".

Und die Neustädterin hätte noch Pläne für weitere Projekte: "Eigentlich hätte ich Lust, dass man vielleicht irgendwann auch mit Themenboxen weitermacht", sagt Amelie. "Zum Beispiel eine Tassentauschbox oder eine Puzzlebox."

Titelfoto: Bildmontage: privat

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