Trotz Klima-Pleite im Stadtrat: Aktivisten wollen nicht aufgeben
Dresden - Nach dem Scheitern des Klimaschutzkonzeptes (IEK) im Stadtrat ist es fraglicher denn je, wie Dresden das selbst gesteckte Ziel der Klimaneutralität bis spätestens 2040 erreichen soll. Die Vorkämpfer von "Dresden Zero", die mit ihrem Bürgerbegehren 2022 den möglichen Weg zur CO2-Neutralität eingeleitet hatten, wollen dennoch nicht aufgeben.
Die Ernüchterung ist groß bei den Mitstreitern um Thomas Jürgens (52). Der Sprecher der Initiative hatte sich im Stadtrat für die Annahme des Konzeptes starkgemacht, doch eine Mehrheit fand er nicht.
"Damit wird eine wirksame Vorausplanung und Umsetzung von Klimaschutzzielen in Dresden nicht mehr weiterverfolgt", teilt das Bündnis mit. Das widerspreche dem demokratischen Bürgerwillen. Die Gruppe hatte vor vier Jahren knapp 25.000 Unterschriften gesammelt.
Klimaschutz sollte das eigentliche Überlebensthema der Menschen in dieser Stadt sein, so Jürgens. "Wir kämpfen weiter im Namen dieser Bürger und lassen uns nicht entmutigen, damit die Politik vor Ort ihre Nachhaltigkeits- und Vorsorgepflicht doch noch wahrnimmt und unsere Stadt weiter lebenswert bleibt."
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Zudem findet am Freitag eine Demo von "Fridays for Future" gegen den tschechischen Mutterkonzern der Lausitz Energie Bergbau AG (LEAG), die im Tagebau Nochten Kohle fördert, statt. Los geht's um 14 Uhr am Schloßplatz.
Titelfoto: Bildmontage: Norbert Neumann