Pünktlich zum Tauwetter: Knochenknack-Bilanz der Uniklinik
Dresden - Glatteis-Alarm im Dresdner Uniklinikum! Mehr als die Hälfte aller Patienten mit schweren Sturzverletzungen sind über 65 Jahre alt. Schon jetzt gibt es knapp ein Fünftel mehr Knochenbrüche als im Vorjahreswinter.
Eisige Temperaturen, glatte Gehwege und rutschige Straßen machen vor allem Rentnern zu schaffen.
Seit Neujahr mussten schon 71 Senioren mit Knochenbrüchen nach schweren Stürzen verarztet werden.
Meist mit Frakturen am Handgelenk, Ellenbogen, Schulter oder Schenkelhals.
Gut drei von vier Patienten mit solchen Brüchen sind über 65 Jahre alt. Viele der Stürze seien bei Glätteunfällen passiert, teilt das Klinikum mit.
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Auf Bedürfnisse älterer Patienten muss besonders geachtet werden
"Bei der Versorgung von älteren Menschen müssen Mediziner besonders auf die Bedürfnisse, körperlichen und psychischen Besonderheiten sowie Herausforderungen im Alltag der Patienten achten", sagt Lorenz Hofbauer (57), Bereichsleiter Endokrinologie, Geriatrie und Knochenstoffwechselerkrankungen am Uniklinikum.
Der ärztliche Direktor Klaus-Dieter Schaser (63): "Vorerkrankungen, Begleitverletzungen und das erhöhte Risiko für Komplikationen müssen von Anfang an bei der Planung und Priorisierung der OP mitgedacht werden."
Wie das funktionieren kann, wollen die Dresdner Ärzte jetzt auf einem Kongress "Alterstraumatologie & Osteologie" in Frankfurt/Main (rund 1000 Teilnehmer) zeigen.
Titelfoto: Montage: Steffen Füssel, imago/CHROMORANGE
