Riesen-Ansturm auf Impfstation im Sozialamt: Dresdner sind begeistert

Dresden - Das neue Impfangebot im Sozialamt Striesen ist ein echter Überraschungs-Erfolg.

Impfung ohne Termin gefällig? Die gibt es noch bis Freitag im Sozialamt Striesen.
Impfung ohne Termin gefällig? Die gibt es noch bis Freitag im Sozialamt Striesen.  © Eric Münch

Zum Auftakt am Montag waren schon nach wenigen Stunden alle Impfdosen verspritzt. Die Impfteams wollen jetzt verstärkt auf unkomplizierte Vor-Ort-Angebote setzen.

"Ich hätte nicht gedacht, dass es so viel wird", sagte Ärztin Stella Kaleth (26). Als das Sozialamt Montagfrüh seine Pforten öffnete, hatte sie 30 "Johnson & Johnson"-Impfdosen auf Lager. "Aber schon in der ersten Stunde waren 30 Leute hier."

Die Impflinge mussten zwischendurch warten, bis eine Nachschub-Lieferung von 50 Dosen kam. Die Impfärztin vermutet, dass der Ansturm am "Johnson & Johnson"-Impfstoff liegt, bei dem eine einzige Spritze für den vollständigen Schutz genügt.

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Für Rentner Dieter Leue (83) war die einmalige Impfung ein wichtiger Grund: "Man hat in meinem Alter eh genug Arzttermine", sagte er. Von der Impfung im Sozialamt hat er im Radio erfahren: "Da habe ich mir gesagt: 'Da gehe ich hin! Die Impfung ist für mich eine Pflicht.'"

Ein kleiner Piks genügt: Dieter Leue (83) ließ sich am Montag im Sozialamt von Ärztin Stella Kaleth (26) mit "Johnson & Johnson" impfen.
Ein kleiner Piks genügt: Dieter Leue (83) ließ sich am Montag im Sozialamt von Ärztin Stella Kaleth (26) mit "Johnson & Johnson" impfen.  © Eric Münch
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Sozialamts-Leiterin Susanne Cordts (64) freute sich über den großen Andrang.
Sozialamts-Leiterin Susanne Cordts (64) freute sich über den großen Andrang.  © Eric Münch

Das Deutsche Rote Kreuz will jetzt noch mehr "to go" impfen

Ein voller Erfolg: Bei der Impf-Aktion im Sozialamt Striesen ging am Montag zwischendurch sogar der Impfstoff aus.
Ein voller Erfolg: Bei der Impf-Aktion im Sozialamt Striesen ging am Montag zwischendurch sogar der Impfstoff aus.  © Eric Münch

Für Impfling Nico Zschiedrich (18) zählte die Formlosigkeit des Angebots: "Der Vorteil ist, sich nicht extra anmelden zu müssen", sagte er.

Sozialamts-Leiterin Susanne Cordts (64) wollte mit dem Angebot vor allem ihre regulären Besucher erreichen. Mit dem Ansturm hatte sie nicht gerechnet: "Wir haben uns offensichtlich verkalkuliert", sagte sie. "Ich bin sehr erstaunt und erfreut."

In Dresden wurden bisher 293.218 Impfungen durchgeführt - 52.827 davon mit mobilen Vor-Ort-Angeboten.

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Das Deutsche Rote Kreuz Sachsen will künftig noch mehr auf die Impfung "to go" setzen. Im Sozialamt Striesen wird noch bis Freitag täglich von 8 bis 16 Uhr geimpft.



Titelfoto: Eric Münch

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