Russin fordert Putin auf: Wirf Bomben auf Dresden!

Dresden - Heftige Aussagen in einem Video, welches sich gerade rasant im Internet verbreitet. Eine mutmaßliche Russin sagt darin, Wladimir Putin (70) solle Bomben auf Dresden werfen.

Dresden wurde nach den Bombardierungen im Zweiten Weltkrieg mühevoll wieder aufgebaut. Jetzt forderte eine mutmaßliche Russin, dass erneut Bomben über der sächsischen Hauptstadt abgeworfen werden sollen.
Dresden wurde nach den Bombardierungen im Zweiten Weltkrieg mühevoll wieder aufgebaut. Jetzt forderte eine mutmaßliche Russin, dass erneut Bomben über der sächsischen Hauptstadt abgeworfen werden sollen.  © Unsplash/Alexander Henke

Der Clip wurde ursprünglich auf dem TikTok-Account einer Frau namens Alena D. gepostet.

Zwischenzeitlich wurde das Profil deaktiviert. Zu sehen ist in dem etwa zehn Sekunden langen Video eine Pro-Ukraine-Demonstration auf dem Dresdner Neumarkt, also dem Platz neben der wiederaufgebauten Frauenkirche, wie sie zuletzt am gestrigen Montag stattfand.

Eine Frau spricht in Russisch: "Wladimir Wladimirowitsch, heute war noch nicht genug." Damit meint sie wohl Putins Angriff auf Kiew. Nach dem Fall der Krim-Brücke startete der russische Herrscher eine große Offensive auf die ukrainische Hauptstadt. Eine Vielzahl an Bomben zerstörten dabei mehrere Gebäude, midnestens 19 Todesopfer wurden bereits von der Ukraine bestätigt.

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Nun solle er auch in Dresden aktiv werden, so der Tenor der kurzen Videobotschaft: "Hier bei uns in Dresden kann man einmal richtig zuschlagen."

Die Polizei Sachsen kommentierte bereits, dass das Video gesichert wurde und der Sachverhalt geprüft werde.

Auf Anfrage von TAG24 wurde die Polizeidirektion Dresden konkreter: Das Video sei bekannt, ging aber erst kürzlich ein. "Jetzt muss es gesichtet und übersetzt werden. Danach wird geprüft, ob es strafrechtlich relevant ist."

Zuständig sind dafür die Beamten des Staatsschutzes.

Das Video aus der Dresdner Innenstadt von der Ukraine-Demo

Am Rande der gestrigen Ukraine-Demo soll das Video entstanden sein.
Am Rande der gestrigen Ukraine-Demo soll das Video entstanden sein.  © Eric Hofmann
Wladimir Putins (70) Armee griff Kiew zuletzt mit mehreren Raketen an.
Wladimir Putins (70) Armee griff Kiew zuletzt mit mehreren Raketen an.  © dpa/AP/Alexander Zemlianichenko

Oberbürgermeister Hilbert: "Hass darf keinen Platz haben"

Am Nachmittag meldete sich auch Dirk Hilbert (50, FDP), der Oberbürgermeister der Stadt Dresden, zu Wort.

"Dresden ist eine Stadt, in der Menschen aus der Ukraine und Russland in Frieden und Freiheit zusammenleben", schrieb das Rathaus im Namen des OB auf Twitter.

"Hass darf hier keinen Platz haben – weder auf der Straße noch im Netz."

Dresden bereits mit großen Opfern im Zweiten Weltkrieg

Dresden war bereits eine Zielscheibe im Zweiten Weltkrieg. Viele Wohnhäuser und Sehenswürdigkeiten wurden niedergebombt und anschließend bis in die 2000er Jahre wiederaufgebaut.

Berühmtestes Opfer der Attacken war zweifelsohne die Frauenkirche in der Dresdner Innenstadt: Erst im Oktober 2005 wurden die Arbeiten des Wiederaufbaus abgeschlossen.

Allein bei den Angriffen vom 13. bis 15. Februar 1945 starben in Dresden zwischen 22.700 und 25.000 Menschen.

Putin kennt Dresden übrigens gut: Für den sowjetischen In- und Auslandsgeheimdienst KGB war der heute 70-Jährige für viereinhalb Jahre in Elbflorenz stationiert.

Erstmeldung von 14.01 Uhr, zuletzt aktualisiert um 16.26 Uhr.

Titelfoto: Montage: Unsplash/Alexander Henke, dpa/AP/Alexander Zemlianichenko

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