Dresden - Es geht um insgesamt fast eine halbe Milliarde Euro: Der Stadtrat brachte jetzt mit der Nossener Brücke inklusive Campuslinie und dem Berufsschulzentrum Elektrotechnik in Prohlis zwei zukunftsträchtige Bau-Projekte auf den Weg.
Der beschlossene Plan: Damit die marode Brücke ab Juni 2026 schrittweise abgerissen und auch für die Campuslinie (Löbtau bis Nürnberger Ei) neu gebaut werden kann, muss das Rathaus im September die Ausschreibung der Bauleistungen starten.
Dafür muss sich Baubürgermeister Stephan Kühn (45, Grüne) jetzt noch das "Okay" vom Freistaat holen, da dieser für den Teilabschnitt noch gar keine Förderzusage (rund 85 Millionen Euro) geleistet hat.
Zwar rechnet das Rathaus mit den Geldern. Kommen diese aber nicht, muss der Stadtrat entscheiden, ob er Mittel für die Carolabrücke "opfert" und damit deren zügigen Wiederaufbau riskiert oder das Projekt Nossener Brücke stoppt.
Außerdem beschloss der Rat den Neubau eines Schulkomplexes mit Sporthalle für 144,5 Millionen Euro (Fördermittel: 75 Mio. Euro) an der Boxberger Straße, wo künftig auch Nachwuchs für die Chipindustrie ausgebildet werden soll.
Ergänzt wurden die Verwaltungspläne noch mit einem öffentlich zugänglichen Kleinfeld und der Öffnung der Freianlagen außerhalb der Unterrichtszeiten.