Stau am Blauen Wunder: Neuer Radweg sorgt für lange Wartezeiten für Autofahrer

Dresden - Stau mit Ansage! Weil das Blaue Wunder seit Sonntag über eine eigene Radspur verfügt, brauchen Autofahrer im Berufsverkehr am Montag viel Geduld.

Wo früher zwei Linksabbieger-Spuren waren, ist vorerst nur noch eine. Dafür gibt es jetzt einen auffälligen Radweg.
Wo früher zwei Linksabbieger-Spuren waren, ist vorerst nur noch eine. Dafür gibt es jetzt einen auffälligen Radweg.  © Sebastian Kahnert/dpa

Denn es wird eng auf der Loschwitzer Brücke. Durch die neuen Radwege fällt eine Autospur weg.

Klar, dass das am Verkehrsknotenpunkt Schillerplatz nicht folgenlos bleibt. Es staut sich!

Am Sonntagvormittag wurde bereits eine Spur gesperrt, um die Markierungsarbeiten vorzunehmen. Am Abend sollte die Brücke dann komplett zwei Stunden für den Verkehr dicht sein, um die Ampelschaltung zu regeln.

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Die beiden Radwege sind ein Verkehrsversuch: Sie bleiben vorerst nur bis zum 16. Juni. Nach Auswertung wird dann entschieden, ob die Spuren dauerhaft für Radler bleiben.

Der Radstreifen ist optisch sichtbar.
Der Radstreifen ist optisch sichtbar.  © Ove Landgraf
Mehr Platz für Radfahrer bedeutet weniger Platz für Autofahrer.
Mehr Platz für Radfahrer bedeutet weniger Platz für Autofahrer.  © Sebastian Kahnert/dpa
Ganz ungefährlich bleibt es aber weiterhin nicht, denn nicht immer bleibt der Radweg frei.
Ganz ungefährlich bleibt es aber weiterhin nicht, denn nicht immer bleibt der Radweg frei.  © Ove Landgraf
Für Radler soll das Blaue Wunder so noch sicherer werden.
Für Radler soll das Blaue Wunder so noch sicherer werden.  © Steffen Füssel
Auch Google Maps zeigt am Morgen einige rote Straßen an.
Auch Google Maps zeigt am Morgen einige rote Straßen an.  © Screenshot/Google Maps

Edwin Seifert (51) vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club Dresden (ADFC) freut sich, dass der Versuch nun endlich umgesetzt werde - immerhin wurde er schon zweimal verschoben. Er mache nicht nur das Fahrradfahren angenehmer, sondern "auch der Fußwegverkehr wird verbessert, da Radfahrer nicht mehr dahin ausweichen müssen", erklärt der ADFC-Chef gegenüber TAG24.

Titelfoto: Sebastian Kahnert/dpa

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