Stauffenbergallee in Dresden: Rumpelei hat jetzt ein Ende

Dresden - Dresdens schlimmste Holperpiste mit Pflastersteinen noch aus Kaisers Zeiten ist Geschichte: Nach zwei Jahren nähert sich die Sanierung der Stauffenbergallee im Norden (fast) ihrem Ende. Die Arbeiten kosten mehr als geplant und verzögerten sich, werden aber vor dem Baustart der Königsbrücker Straße im September fertig.

Baubürgermeister Stephan Kühn (46, Grüne) und Straßenbauamtsleiterin Simone Prüfer (60) an der frisch sanierten Staufenbergallee.  © Norbert Neumann

Seit Mai 2024 saniert die Stadt bei laufendem Verkehr den rund 1,5 Kilometer langen Abschnitt der Stauffenbergallee zwischen Rudolf-Leonhard-Straße und Hammerweg in der Leipziger Vorstadt.

Dabei wurden rund 3500 Tonnen Kopfsteinpflaster (teils 150 Jahre alt) entfernt und die Straße wurde asphaltiert.

"Die Lärmbelastung für die Anwohner entlang dieses wichtigen Autobahnzubringers war enorm. Zudem gab es für die Fußgänger weder ordentliche Gehwege noch Querungen und der Radverkehr hatte überhaupt keine geeignete Verkehrsführung", sagte Baubürgermeister Stephan Kühn (46, Grüne). "Gut, dass die Straße nun instand gesetzt ist."

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Richtung stadtauswärts führt jetzt neben der Fahrspur für Autos und Brummis ein Radfahrschutzstreifen.

Stadteinwärts teilen sich Radler und Fußgänger einen breiten Weg. Der wurde erneuert, so wie auch Abläufe und Straßenbeleuchtung.

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Der Verkehr rollt auf der Achse nun über Asphalt.  © Norbert Neumann
Blick in Richtung stadteinwärts: Radler teilen sich jetzt einen breiten Weg mit Fußgängern.  © Norbert Neumann
Probleme bleiben: Am Hammerweg (Richtung Radeburger Straße) endet der Radweg.  © Norbert Neumann
Der Baustart für den grundhaften Ausbau der Königsbrücker Straße naht.  © Norbert Neumann

Der erste Bauabschnitt soll im September starten

Kopfsteinpflaster aus Kaisers Zeiten: So schlimm sah die Holperpiste vorher aus.  © Norbert Neumann

Parallel tauschte SachsenEnergie Fernwärmeleitungen aus, was im Bereich Hammerweg zu Verzögerungen führte, da die alten Rohre teils anders als gedacht verliefen. Außerdem war die Fahrbahn unterm Pflaster so uneben, dass neu geplant werden musste.

Laut Straßenbauamtsleiterin Simone Prüfer (60) führten der zusätzliche Aufwand und allgemeine Kostensteigerungen zu Gesamtkosten von 4,5 Millionen Euro (davon eine Million Euro Fördermittel) – ursprünglich waren 2,9 Millionen Euro geplant. Bis Ende Juni erfolgen noch Restarbeiten, darunter drei zusätzliche Querungshilfen (Mittelinseln).

Die Stauffenbergallee kann damit als Umleitungsstrecke für die anstehenden Arbeiten auf der Königsbrücker Straße genutzt werden.

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Der erste Bauabschnitt soll im September starten, umfasst den grundlegenden Ausbau zwischen Albertplatz und Bischofsweg.

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