Tai-Chi-Großmeister aus China zum Teetrinken bei Dresdner Kampfsportler

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Dresden - Hoher Besuch beim Dresdner Kampfsport-Profi Ronny Schönig (46). Er hat gerade in seinem privaten Trainingshaus in Bannewitz seinen Lehrer aus China zu Gast: Großmeister Shen Xijing (59) - eine Berühmtheit in seiner Heimat.

Bevor die Kampfkünste verfeinert werden, trinken Ronny Schönig (46, l.) und sein Lehrer Shen Xijing (59) erst mal Tee.
Bevor die Kampfkünste verfeinert werden, trinken Ronny Schönig (46, l.) und sein Lehrer Shen Xijing (59) erst mal Tee.  © Steffen Füssel

"Mein Meister stammt aus Chenjiagou, dem Dorf, in dem vor Jahrhunderten das Schattenboxen Taijiquan erfunden wurde", erzählt Schönig, während er mit seinem Meister im Schneidersitz Tee trinkt. "Schon mit 12 Jahren gehörte er zur Tai-Chi-Nationalmannschaft, er choreografierte die ersten Kung-Fu-Filme mit Jackie Chan."

Seit 2018 ist Schönig sein "Tudi", sein Meisterschüler. Schönig kann sich mit Shen Xijing in Mandarin unterhalten. "Ich kann mich verständlich machen, die Schriftzeichen kann ich weder lesen noch schreiben", winkt Schönig ab.

Die Sprache zu lernen ist Schwerstarbeit - wie auch das Entwickeln der mentalen Fähigkeiten, die den asiatischen Kampfkünsten zugrunde liegen.

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"Meisterschüler zu sein, ist eine große Ehre und bedeutet, dass ich in die Shen-Familie aufgenommen bin. Aber es ist auch Arbeit. Denn jetzt packt mein Meister seine Schätze aus. Es geht um das tiefe Verständnis - das ist ein langer Weg", gesteht Schönig, selbst praktizierender Buddhist.

Großmeister Shen Xijing (59, r.) korrigiert die Haltung seines Schülers Ronny Schönig (46).
Großmeister Shen Xijing (59, r.) korrigiert die Haltung seines Schülers Ronny Schönig (46).  © Steffen Füssel
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Beim Tee erzählt Ronny Schönig (46, r.) TAG24-Reporterin Katrin Koch, wie angesehen Großmeister Shen Xijing in China ist.
Beim Tee erzählt Ronny Schönig (46, r.) TAG24-Reporterin Katrin Koch, wie angesehen Großmeister Shen Xijing in China ist.  © Steffen Füssel

Den inneren Einklang zu finden, ist im durchgetakteten Alltag seines "Tao Fit"-Studios nicht leicht. "In einem Kloster, auf einem Berg, umgeben nur von Natur, könnte ich mich besser konzentrieren", sagt Schönig. Vielleicht kann er das 2024 ausprobieren - da will Schönig wieder nach China reisen.

Titelfoto: Bildmontage: Steffen Füssel (2)

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