Touri-Boom in Dresden bleibt aus: Wenig Hoffnung auf Besserung im neuen Jahr
Dresden - Nach wie vor locken Zwinger und Frauenkirche, Feste und Konzerte Millionen Touristen nach Dresden. Doch 2025 waren die Besucherzahlen rückläufig - und ein Besucherboom ist wohl auch 2026 nicht zu erwarten.
Voriges Jahr verzeichnete die Region Dresden Elbland 2,5 Millionen Ankünfte und 5,6 Millionen Übernachtungen. Was nach viel klingt, ist tatsächlich eine Enttäuschung für die Tourismusbranche - 2024 waren es je rund 100.000 Ankünfte und Übernachtungen mehr.
"Wir bewegen uns in nicht einfachen Zeiten. Insofern sind die Zahlen trotzdem ein Erfolg", meint Tourismusbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (48, Linke). "Es gibt einen starken Wettbewerb mit anderen Reisezielen, letztes Jahr etwa mit der Kulturhauptstadt Chemnitz."
Es gibt auch Gutes zu berichten. Dresdens Tourismus-Chefin Corinne Miseer (49): "Mit einer Zimmerauslastung von 80 Prozent lag Dresden im Dezember deutschlandweit an der Nachfragespitze. Das zeigt, wie sehr das Thema Weihnachten hier wirkt."
Außerdem reisten - verglichen mit 2024 - Tausende Briten, Dänen und Spanier mehr an. Dafür war die Nachfrage aus Ländern wie der Schweiz, Polen oder Italien geringer.
Jeden Morgen die wichtigsten Nachrichten direkt in dein Postfach.
- Lokale Nachrichten aus Dresden & Umgebung
- Exklusive Hintergrundberichte
- Jederzeit abbestellbar
Wird 2026 ein besseres Tourismus-Jahr werden? Trotz Highlights wie dem Purple-Disco-Machine-Konzert im Zwinger ist die Bürgermeisterin skeptisch: "Wir werden kein großes Wachstum haben." Umso wichtiger sei es, weiterhin Reiseanreize zu setzen und ins Kongressgeschäft zu investieren.
Titelfoto: Eric Münch
