Trauriger Fund in Gorbitzer Platte: Ex-Busfahrer stirbt einsam mit seinen neun Katzen

Dresden - Erst war es nur ein Verdacht, schon bald darauf traurige Gewissheit. Als die Feuerwehr die Tür zu einer Plattenbauwohnung in Gorbitz aufbrach, erwartete die Einsatzkräfte ein Bild des Grauens.

Ex-Busfahrer Uwe S. (64) lag wochenlang tot in seiner Wohnung.
Ex-Busfahrer Uwe S. (64) lag wochenlang tot in seiner Wohnung.  © privat

Neben toten Katzen lag eine männliche Leiche mitten im Flur der 2-Raum-Wohnung.

Schon seit Wochen hatten die Anwohner den ehemaligen Busfahrer nicht gesehen, bemerkten nun aber starken Verwesungsgeruch im Treppenhaus.

Nachbarin Leonie Leimer (19): "An der Wohnungstür und durch den Hausflur krochen Maden. Da habe ich die Polizei gerufen."

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Die Einsatzkräfte öffneten die Wohnungstür in der zweiten Etage und machten dort die grausame Entdeckung. Ruheständler Uwe S. (64) lag tot im Flur.

Um ihn herum seine neun Katzen. Auch alle tot.

Ein Polizeisprecher: "Wie lang die Leiche schon in der Wohnung lag, ist unklar. Anzeichen für ein Verbrechen gibt es aber nicht."

Zu den Umständen laufen Ermittlungen. Traurig ist die Geschichte allemal.

In diesem Gorbitzer Plattenbau wohnte der Rentner zusammen mit seinen neun Katzen.
In diesem Gorbitzer Plattenbau wohnte der Rentner zusammen mit seinen neun Katzen.  © Ove Landgraf

Uwe S. lebte einsam in seiner Wohnung

Nachbarin Leonie Leimer (19) alarmierte die Polizei, nachdem sie starken Geruch im Treppenhaus bemerkte.
Nachbarin Leonie Leimer (19) alarmierte die Polizei, nachdem sie starken Geruch im Treppenhaus bemerkte.  © Ove Landgraf

Uwe S. lebte sehr zurückgezogen, man kannte sich flüchtig und grüßte. "Er ging kaum vor die Tür, bestellte sich immer Essen nach Hause", berichtete eine Anwohnerin.

Dass der Rentner mehrere Katzen in seiner Wohnung hielt, war den Nachbarn bekannt: "Vor Jahren war mal der Tierschutz da und hat sieben Katzen rausgeholt."

Die anderen Miezen haben nun ein bitteres Ende gefunden.

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Wahrscheinlich sind sie verhungert ...

Titelfoto: Bildmontage: privat, Ove Landgraf

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