Trotz weniger Kinder in Dresden: Bürgermeister hofft auf Millionen für neue Kitas

Dresden - Wegen sinkender Kinderzahlen hat die Stadt Dresden schon Kitas geschlossen. Trotzdem plant Bildungsbürgermeister Jan Donhauser (56, CDU) teure Sanierungsprojekte im Kita-Bereich, lässt sogar neue Häuser bauen.

Nicht nur an der Mary-Wigman-Straße entstehen aktuell moderne Kita-Gebäude in Dresden.
Nicht nur an der Mary-Wigman-Straße entstehen aktuell moderne Kita-Gebäude in Dresden.  © Petra Hornig

Einige Bauvorhaben sind derzeit gerade in der Umsetzung, zum Beispiel an der Ockerwitzer Straße (Cotta, 2,9 Millionen Euro), Mary-Wigman-Straße (Seevorstadt, 10 Millionen Euro), Lohmener Straße (Pillnitz, 10,2 Millionen Euro) und Zum Bahnhof (Weixdorf, 19,2 Millionen Euro).

"Wir brauchen weiterhin Millionenbeträge, was den Kitabau betrifft. Was wir machen, ist Zukunft", betont der Bildungsbürgermeister.

Konkret rechnet Kita-Eigenbetriebsleiterin Sabine Bibas (61) mit einem Investitionsbedarf von knapp 73 Millionen Euro bis 2031.

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Damit könnten noch Ersatzneubauten in Hellerau, Kaditz, Leuben und Schönfeld bezahlt werden, außerdem etliche Sanierungsvorhaben -- sofern Eigen- und Fördermittel das hergeben.

Immerhin: Dort, wo schon gebaut wird, wächst die Vorfreude.

Bildungsbürgermeister Jan Donhauser (56, CDU) will auch künftig Kita-Gebäude bauen und sanieren.
Bildungsbürgermeister Jan Donhauser (56, CDU) will auch künftig Kita-Gebäude bauen und sanieren.  © Petra Hornig
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Laut Kita-Betriebsleiterin Sabine Bibas (61) ist der Investitionsbedarf hoch.
Laut Kita-Betriebsleiterin Sabine Bibas (61) ist der Investitionsbedarf hoch.  © Petra Hornig

Eine Toilette für zwölf Kinder: Marode Dresdner Kita freut sich auf neues Gebäude

Die Fertigstellung für die neue Kita in der Seevorstadt ist für Anfang 2027 geplant.
Die Fertigstellung für die neue Kita in der Seevorstadt ist für Anfang 2027 geplant.  © Petra Hornig

Maik Striemann (59), Leiter der maroden "Kita Schatzinsel" in Reick, fiebert dem für 2027 geplanten Umzug an die Mary-Wigman-Straße entgegen.

"Aktuell teilen sich zwölf Kinder eine Toilette. Im neuen Haus gibt es mehr Platz, sogar für eine Kinderküche und eine Werkstatt", jubelt Striemann. Zwar werden Eltern einen weiten Pendelweg in Kauf nehmen müssen, um ihre Kinder statt in Reick in der Altstadt abzusetzen.

Der Bürgermeister optimistisch: "Mit der Aussicht auf ein neues Top-Gebäude werden sie das Pendeln gerne in Kauf nehmen."

Titelfoto: Bildmontage: Petra Hornig

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