Vermisster Holländer: Knochen-Rätsel aus der Dresdner Heide gelöst!
Dresden - Nach 18 Monaten ist ein Vermisstenfall aus den Niederlanden in Dresden gelöst worden. Unabhängig voneinander hatte die Polizei sowohl dort als auch in Sachsen ermittelt.
Zwei Fälle, zwei Fahndungen, ein trauriges gemeinsames Ende. Am 5. August 2024 stieg Maas van A. (59) in den Niederlanden in einen Bus Richtung Deutschland. Und wurde seitdem nie wieder gesehen.
Zuvor hatte er bei einer Bekannten in Barneveld (bei Utrecht) übergangsweise gelebt.
Einen Monat später machte ein Radfahrer in der Dresdner Heide eine grausige Entdeckung. Nahe des Weges "Alte Acht" fand er einen Leichnam, teils bereits mumifiziert.
Die Kripo ermittelte über Monate, ohne wirklich Fortschritte zu machen. Erst gut ein Jahr darauf gingen die Fahnder mit einem Foto an die Öffentlichkeit, das das rekonstruierte Gesicht des Toten zeigt.
Unklar, ob der Tod aufgeklärt werden kann
Fatal: Nahezu zeitgleich fahndete die niederländische Polizei mit einem echten Foto nach dem Vermissten.
Erst ein Tipp von Interpol brachte die Niederländer auf den Ansatz, dass es sich beim Dresdner Knochen-Rätsel um den Vermisstenfall handeln könnte. Das bestätigten dann schließlich weitere Untersuchungen, zuletzt ein DNA-Test.
Warum Maas van A. allerdings den Tod in der Dresdner Heide fand, ist weiterhin ein Rätsel. Unklar, ob es jemals gelöst wird. Hinweise auf ein Verbrechen gibt es jedenfalls nicht.
Titelfoto: Montage: Norbert Neumann, PD Dresden
