Völlig überraschend: Dresdner Kapellknaben singen vor Papst
Dresden/Rom - Ein Jahr nach der Privataudienz bei Papst Franziskus konnten zwölf Dresdner Kapellknaben auch vor dessen Nachfolger Papst Leo XIV. singen - spontan und ungeplant.
Als die jungen Sänger am Mittwochmorgen aus dem Reisebus nahe des Petersplatzes stiegen, ahnten sie noch nichts.
Sie begleiten die Pilgerreise von 280 Katholiken aus dem Bistum Dresden-Meißen, wollten wie rund 60.000 andere Menschen zur Generalaudienz von Papst Leo XIV. Doch sie durften an der Schweizergarde vorbei, in einen abgesperrten Bereich, in die erste Reihe.
Noch vor Beginn der Generalaudienz wurden sie mit Domkapellmeister Christian J. Bonath vor die Tore des Petersdoms gebeten, um Papst Leo persönlich zu begrüßen.
Dort stimmten sie ein Terzett aus dem Oratorium "Elias" von Felix Mendelssohn Bartholdy an, das die Kapellknaben erstmals am 8. November in der Dresdner Kathedrale aufführen werden.
Papst Leo XIV. bedankte sich mit Handschlag. "Es war ein sehr bewegender Moment - vor allem auch, weil es für uns so überraschend kam", erklärt Bonath.
"Es ist ein so wunderbares Ereignis, weil wir vor fast genau einem Jahr beim Eröffnungsgottesdienst der Weltsynode auf dem Petersplatz singen durften und unmittelbar davor von Papst Franziskus bei einer Privataudienz empfangen worden waren."
Titelfoto: Dresdner Kapellknaben/Marcus Schüttauf
