Dresden - Nach dem millionenschweren Einbruch in die Sparkassen-Filiale in Gelsenkirchen rückt die Frage nach der Sicherheit von Bank-Schließfächern in den Fokus. In Ihrem Einzugsgebiet hat die Ostsächsische Sparkasse Dresden von insgesamt 17.000 Schließfächern etwa 12.000 vermietet.
Im Raum Dresden, Sächsischer Schweiz/Osterzgebirge und Westlausitz gibt es insgesamt 78 Filialen. In 45 Filialen werden Schließfächer (auch Schrankfachanlagen genannt) angeboten.
Größter Standort dafür ist der Dresdner Hauptsitz am Güntzplatz mit 2800 Stück. Es gibt verschiedene Größen, die in Volumen angegeben werden: 6, 9, 12 und 27 Liter.
Am häufigsten werden laut Sprecher Henrik Oliver von Oehsen (49) die kleinen Schließfächer vermietet, die nur einige Zentimeter hoch sind und gern zur Aufbewahrung von Dokumenten (etwa Geburtsurkunden, Grundbuchauszüge, Testamente) genutzt werden.
"Auch Familienfotos mit hohem emotionalen Wert werden verwahrt. Dinge, die man beispielsweise bei einem Wohnungsbrand auf keinen Fall verlieren möchte", so von Oehsen. Das gelte auch für Datenträger wie externe Festplatten.
Dresdner Sparkasse hat hohe Sicherheitsansprüche
Versichert sind Schäden etwa nach Feuer, Einbruch, Vandalismus bis zu 10.000 Euro pro Fach. Was die Sicherheit betrifft, hält sich der Sprecher bedeckt.
"Nur so viel: Wir haben den Anspruch, 'state of the art' in Sachen Sicherheit zu sein", sagt von Oehsen.
Man habe in den letzten zwei Jahren einen einstelligen Millionenbetrag in die Sicherheitstechnik der Filialen investiert, darunter auch der Güntzplatz.
Die Kunden hätten gelassen auf den Coup in Gelsenkirchen reagiert. In der Telefonzentrale seien die Schließfächer kein Thema gewesen.