Dresden - Die 13. Sächsische Innovationskonferenz gastierte am Mittwoch auf der Dresdner Messe. Unter dem Motto "Next Level Transformation" trafen sich dort über 2000 pfiffige Gründer, Neugierige, Investoren und Wissenschaftler zum Austausch. Lernen Sie hier drei Hoffnungsträger mit ihren Ideen, Sorgen und Ambitionen kennen.
Michael Weißflog (45) hat Wein zur Konferenz mitgebracht - eine stolze Rebe. Die Pflanze steht in einem Hochbeet zusammen mit allerlei digitalen Anzeigen und Hightech-Messelementen, um auf seine Firma Aquareos.space aufmerksam zu machen.
"Wir beschäftigen uns mit Bewässerungssystemen, wie etwa der Obst- und Weinbau sie einsetzt. Für die Steuerung der Anlagen nutzen wir Satellitentechnik", erklärt der gelernte Elektriker.
Das Prinzip dahinter: Via Satellit schaut Aquareos.space auf die Pflanzen und ermittelt den Gehalt des Pflanzenfarbstoffs Chlorophyll in deren Blättern.
Diese Information wird zusammen mit weiteren Parametern (u.a. Boden, Pflanzentyp, -Alter) und der Wettervorhersage rechentechnisch verarbeitet, um die optimale Wasserversorgung der Pflanze zu bestimmen, steuern.
Erste Erfolge am Markt
Das Interesse an dem Produkt ist groß. Der Weixdorfer klagt dennoch: "Es ist unfassbar schwer an Geld zu kommen. Derzeit investiere ich mein Gespartes in diese Firma."
Wie ihm geht es vielen Gründern auf der Messe. Ein Team der TU Dresden und der Kunsthochschule Dresden zeigt auf der Konferenz, wie man mithilfe eines 3-D-Druckers aus Korkabfällen und Gelatine großformatige Designobjekte und Theaterplastiken herstellen kann. Ingenieurin Johanna Maier (34): "Wir sind hier auf Anwendersuche."
Von ersten Erfolgen am Markt berichtet Dr. Erik Wegener (38) vom Start-up Oxaphill. Die Ausgründung der TU Dresden hat einen sogenannten Lösungsvermittler entwickelt.
Dieser sorgt als essenzieller Baustein dafür, dass Wirkstoffe etwa in Arznei, Kosmetik problemlos vom Menschen aufgenommen werden können. Wegener: "Das ist knallharte Chemie. Unser Produkt besticht, weil es sehr, sehr gut verträglich ist."