Monarchie am Ende! Dresden hat keinen Grünkohl-König mehr

Dresden - Die Monarchie ist abgeschafft! In diesem Jahr richtet das Hilton sein Grünkohlessen anders aus. Statt der Inthronisierung eines Grünkohlkönigs durch den Dresdner Presseclub soll eine Talkrunde am 2. Februar Politiker und Unternehmer nicht nur an den Tisch, sondern vor allem ins Gespräch bringen.

Weit über 200 Gäste waren alljährlich zum Grünkohlschmaus geladen.
Weit über 200 Gäste waren alljährlich zum Grünkohlschmaus geladen.  © Holm Helis

"Unsere letzte Veranstaltung mit dem Philosophen Richard David Precht hat gezeigt, wie groß der Diskussionsbedarf ist", so Hoteldirektor Martin Raich (58).

"Deshalb wollen wir einmal im Quartal eine solche Runde ausrichten, je nach Saison zum Beispiel mit Spargel oder Rouladen."

Damit endet nach fast 20 Jahren die Grünkohl-König-Ära im Hilton.

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Als letzter Monarch schwang Herkuleskeulen-Kabarettist Wolfgang Schaller (85) das Zepter. Als erster Grünkohlkönig wurde 2007 Professor Hermann Kokenge (†2014), damals TU-Rektor, "vereidigt".

Beim Grünkohlessen 2025: Wolfgang Schaller (85, l.) und OB Dirk Hilbert (54) - beide schwärmen nicht unbedingt für das gesunde Gemüse.
Beim Grünkohlessen 2025: Wolfgang Schaller (85, l.) und OB Dirk Hilbert (54) - beide schwärmen nicht unbedingt für das gesunde Gemüse.  © Ove Landgraf

In die Thronfolge der für ihr gesellschaftliches Engagement Ausgezeichneten reihten sich u.a. Cellist Jan Vogler (61), Ex-Fußball-Manager Reiner Calmund (77), Ex-OB Helma Orosz (72) oder Ex-MP Georg Milbradt (80) ein.

"Der Presseclub konzentriert sich künftig auf den Erich-Kästner-Preis, der in diesem Jahr zum 27. Mal verliehen wird", so Presseclub-Vorsitzender Tobias Wolf.

Titelfoto: Ove Landgraf

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