Nach Tod von Ex-Ballettdirektor: Semperoper trauert
Dresden - Er gilt als eine der prägendsten Persönlichkeiten des Tanztheaters der DDR: Tom Schilling ist tot. Er verstarb bereits im Januar kurz vor seinem 98.Geburtstag.
Mit großer Trauer nimmt das Semperoper Ballett Abschied von einem Künstler, dessen Leben und Wirken über Dresden hinaus untrennbar mit der Ballettwelt verbunden war.
1956 wurde der vorherige Tänzer Schilling Ballettdirektor und Chefchoreograf der Staatsoper Dresden, 1964 wechselte er in gleicher Aufgabe an die Komische Oper Berlin. 1993 ging er in den Ruhestand. Mit seinem Engagement und seiner Leidenschaft habe Schilling unvergessliche Spuren hinterlassen und das Ballett in Dresden nachhaltig geprägt.
Adi Luick, Ballettbetriebsdirektor des Semperoper Balletts, in einer Mitteilung: "Auch nach seiner Zeit in Dresden blieb Tom Schilling der Company des heutigen Semperoper Balletts verbunden und hat uns mit Lob, konstruktiven Anmerkungen und seiner spürbaren Begeisterung bei vielen unserer Premieren immer wieder begleitet."
Für die Dresdner Erstaufführung von "Wahlverwandtschaften" kehrte Schilling 1997 noch einmal an die jetzige Semperoper zurück, wo sein Vermächtnis mit Werken wie "Abraxas", "Gajaneh" und vielen weiteren bedeutenden Ballettaufführungen in lebendiger Erinnerung bleibt.
Titelfoto: Erwin Döring/Semperoper Dresden